Eisenbahnmuseum Bochum

Das Eisenbahnmuseum in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau
Das Eisenbahnmuseum in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Die 1967 gegründete Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG) hatte sich von Anfang an die Beschaffung und Bewahrung von eisenbahngeschichtlich wertvollen Fahrzeugen und Objekten zum Ziel gesetzt. Auf der Suche nach geeigneten Unterstellmöglichkeiten sowie ehrenamtlichen Aktiven für die Restaurierung und Instandhaltung der Fahrzeuge wurde man 1969 fündig. Für den Standort Bochum-Dahlhausen war entscheidend, dass das Bw mit seinen Einrichtungen noch genutzt wurde und Zugang zum Schienennetz der Bundesbahn bot.

Aus den bescheidenen Anfängen mit zunächst drei angemieteten Lokständen im Ringlokschuppen entwickelte sich im Laufe der folgenden acht Jahre eine beachtliche Fahrzeugsammlung, die am 30. April 1977 als „Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen“ festlich eröffnet wurde. Aus diesem Anlass wurde dem Museum der Wasserturm von der Bundesbahn übereignet. Das größte Event der folgenden Jahre war das 150-jährige Bestehen der deutschen Eisenbahn: An zehn Tagen im Oktober 1985 wurde im Eisenbahnmuseum und auf dem Gelände des inzwischen brachgefallenen benachbarten Rangierbahnhofs die bis heute weltweit größte Ausstellung historischer und moderner Schienenfahrzeuge gezeigt, zu der mehr als 400 Tausend Besucherinnen und Besucher strömten. 

Das Eisenbahnmuseum in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau
Das Eisenbahnmuseum in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Gründung der „Stiftung Eisenbahnmuseum“

Die historischen Anlagen des Bahnbetriebswerks wurden 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Zur Sicherung der wertvollen Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen entstanden die beiden Neubauhallen: 1985 die „Rudolf Distelbart-Halle“, benannt nach einem Gründungsmitglied der DGEG und Lokomotiv-Konstrukteur der Maschinenfabrik Esslingen hinter dem Ringlokschuppen. Die Halle ist neben ihrer Funktion als Depot auch als Veranstaltungsort sehr beliebt. Im Jahr 2000 entstand die zweigleisige Ausstellungshalle auf dem ehemaligen Ablaufberg.

2011 wurde von der DGEG und der Stadt Bochum die „Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum“ gegründet, die heute das Museum betreibt und es weiter ausbaut. Im Rahmen dieser Neukonzeptionierung „Vom Depot zum Erlebnisraum“ soll bis 2018 auch ein neues Empfangsgebäude entstehen, zu dem Ende 2015 ein Realisierungswettbewerb stattgefunden hat. Als erstes Beispiel für die Neuausrichtung des Museums wurde 2014 in der Ausstellungshalle der Salonwagen von 1937 präsentiert. Der Wagen aus dem Regierungszug wurde in den Zustand zweier Epochen versetzt und verdeutlicht in exemplarischer Weise die politische Geschichte Deutschlands zwischen 1937 und 1970.

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Kontakt & Infos

Eisenbahnmuseum Bochum
Dr.-C.-Otto-Straße 191
44879 Bochum
Telefon: +49 (0) 234 / 49 25-16

Öffnungszeiten

1. März bis 18. November: Di-Fr, So/Fei 10-17 Uhr

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

metropolradruhr

Nächster Standort: Am Ankerpunkt / S-Bf. BO-Dahlhausen (S3), 2,3 km, elf Minuten

www.metropolradruhr.de

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