Henrichshütte Hattingen

Die Henrichshütte Hattingen. Foto: RIK/Sascha Kreklau
Die Henrichshütte Hattingen. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Ab 1963 beginnen die ersten Stillegungen auf dem Gelände der Henrichshütte. 1987 wird der letzte Hochofen gegen den Widerstand der Bevölkerung ausgeblasen. Neben der Schwächung des Stahlsektors durch die Stahlkrise und die Konkurrenz aus Japan und den USA ist der Standort der Henrichshütte ein wesentlicher Grund für die Stillegung. Durch die Lage im Binnenland und fehlendem eigenen Hafen bedarf es mehrerer Umschläge beim Hin- und Rücktransport von Rohmaterial und Produkten.

Der Hochofen 2 wurde 1988/89 von chinesischen Arbeitern in seine Einzelteile zerlegt und in China zur Produktion wieder errichtet. Der zentrale Bereich um den Hochofen III fiel jedoch nicht dem Abriss zum Opfer und wurde 1989 als Standort in das Westfälische Industriemuseum aufgenommen. Die harte Arbeit und das Leben der nach der Stillegung niedergeschlagenen Arbeiter wird im Eisenhüttenmuseum gewürdigt - die Bedeutung der Henrichshütte für Hattingen als Identifikations- und Symbolobjekt lässt sich so vielleicht wieder vage erahnen.

Der Hochofen 3 ist das größte Ausstellungsstück der industriegeschichtlich bedeutenden Anlage. Zum Hochofen mit Winderhitzern und Maschinenhaus gehören Erz- und Koksbunker sowie Transportbänder, die seiner Beschickung dienten. Heute kann man als Besucher den „Weg des Eisens” gehen und den Hochofen besteigen. Hierbei erzählen Zeitzeugen in Ton und Bild ihre Geschichte vom Arbeiten und Leben mit Eisen und Stahl.

Die Gebläsehalle beherbergt drei Generationen jener Maschinen, die den „Hochofenwind” erzeugten. Da keine der ehemals fünf Großgasmaschinen der Henrichshütte vor der Verschrottung gerettet werden konnte, wurde unter erheblichem Aufwand eigens ein Aggregat von Georgsmarienhütte nach Hattingen umgesetzt. Die Gebläsehalle wird auch als Veranstaltungsort genutzt.

Auf den Flächen der Industriebrache jenseits des Museums ist der Gewerbe- und Landschaftspark Henrichshütte angesiedelt. Neben High-Tech-Gewerbe befinden sich dort Sportanlagen, Grünanlagen und Kunst-Objekte aus Eisen- und Stahl-Abfallprodukten.

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Telefon: +49 (0) 2324 / 92 47 14-0

Öffnungszeiten

Di-So sowie feiertags 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr

ÖPNV

Von Hattingen Mitte/BO HBF Bus SB 37 oder CE 31 bis „Henrichshütte“, dann ca. 5 Minuten Fußweg. Von Hattingen-Mitte auch mit Bus 335 bis zur Haltestelle „Industriemuseum“

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

GASTRONOMIE

Restaurant „Henrichs“
Telefon: +49 (0)2324 / 68 59 63
www.henrichs-restaurant.de

FEUER.WEHRK

Das Feuerwehrmuseum
c/o Feuerwache
Friedrichstr. 6 - 8
45525 Hattingen

Partner der Ruhr.Topcard 2019