Innenhafen Duisburg

Historische Ansicht des Innenhafen Duisburg. Quelle: RIK Archiv
Historische Ansicht des Innenhafen Duisburg. Quelle: RIK Archiv

Das Gebiet des Duisburger Innenhafens erstreckt sich nördlich der Duisburger Altstadt zwischen dem Marientor bis fast zur Berliner Brücke der Stadtautobahn. Die neue Kulturmeile zwischen dem Kultur- und Stadthistorischen Museum am westlichen Ende und dem Grothe Museum im Osten ist mit der U-Bahn vom Schwanentor bzw. mit dem Bus über den Philosophenweg aus leicht zu erreichen.

Der Innenhafen gliedert sich in drei Abschnitte. Die beiden älteren im Westen gingen aus dem ehemaligen Ruhr-Kanal hervor, mit dem die Duisburger zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Anschluss an die Ruhr-Schifffahrt erhalten wollten. Der jüngste Abschnitt ist die 1893 gebaute Verlängerung des Hafenbeckens nach Osten. Der so entstandene Innenhafen wurde rasch zum Umschlagplatz für das Grubenholz, das die Ruhrzechen in großen Mengen benötigten, und zum Standort für Getreidesilos und Mühlenbetriebe zur Versorgung der stetig wachsenden Bevölkerung im Ruhrgebiet.

Historische Ansicht des Innenhafen Duisburg. Quelle: RIK Archiv
Historische Ansicht des Innenhafen Duisburg. Quelle: RIK Archiv

„Brotkorb des Reviers“

Duisburger Kaufleute und Bürger finanzierten zunächst den 1832 eingeweihten Rhein-Canal - den späteren Außenhafen - als erneuten Anschluss an den Rhein, nachdem dieser nach 1200 verlandet war und sein Flussbett weiter nach Westen zu Gunsten der Stadt Ruhrort verlegt hatte. 1844 wird dann der Ruhr-Canal eröffnet und mit ihm der Hafen, der den Kohlehandel abwickelte. Nach Einführung der Eisenbahn satteln Kohlenhändler am Hafen um: Sie handeln nun mit Holz, das nicht nur von den Zechenbetreibern für den Stollenbau benötigt wird. Im Zuge des weiteren Ausbaus von 1889 bis 1893 entstand der Holzhafen, und aus dem Ruhrkanal wurde der Innenhafen. Rings um den Hafen bearbeiteten große Dampfsägemühlen und Hobelwerke das in großen Flößen angelieferte Rundholz aus Spessart und Schwarzwald.

Bald ersetzten neue Säge- und Transportmethoden die Flößerei auf dem Rhein. Der Niedergang des Duisburger Hafens als Drehscheibe des Holzhandels setzte ein. Die bereits seit 1860 am Innenhafen ansässige Getreideindustrie expandierte nicht zuletzt wegen der Nahrungsengpässe während der industriell bedingten Bevölkerungsexplosion. Auf den brachgefallenen Holzlagerplätzen nehmen Mühlen, Silos und Elevatoren Getreide aus Süd-Russland, den Donauländern und später auch aus Nordamerika und Indien auf. Zur Jahrhundertwende florierte hier im „Brotkorb des Reviers“ die größte Mühlenindustrie Deutschlands.

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Die Gastronomie ist fester Bestandteil des Innenhafens.
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