Kokerei Hansa

Historische Ansicht der Kokerei Hansa. Quelle: RIK Archiv
Historische Ansicht der Kokerei Hansa. Quelle: RIK Archiv

1870 wurde die Zeche Hansa mit eigener Anbindung an die Köln-Mindener Eisenbahn in Betrieb genommen - auf dem Zechengelände wird 1895 auch eine erste eigene Kokerei errichtet.

Die Großkokerei Hansa entstand in den Jahren 1927/28 im Zuge gewaltiger Rationalisierungs- maßnahmen und Unternehmenskonzentrationen in der Schwerindustrie. Hansa - 1926 mit der Gelsenkirchener Bergwerks AG in den Großkonzern Vereinigte Stahlwerke gelangt - ist eine von 17 neuen, modernen und leistungsfähigen Zentralkokereien, die zwischen 1926 und 1929 im Ruhrgebiet gebaut werden. Der Bau der Kokerei in Huckarde war in erster Linie in der günstigen Lage zum Hüttenwerk der Dortmunder Union begründet, das ebenfalls zu den Vereinigten Stahlwerken gehörte. Die neue Zentralkokerei löste abgewirtschaftete Anlagen auf den Zechen Hansa, Tremonia, Zollern und Germania ab. Sie bezog die Kokskohle von den benachbarten Zechen und verarbeitete diesen Rohstoff zu Hüttenkoks, mit dem die Hochöfen der Dortmunder Union, später auch das Werk Phönix in Dortmund-Hörde beliefert wurden.

Historische Ansicht der Kokerei Hansa. Quelle: RIK Archiv
Historische Ansicht der Kokerei Hansa. Quelle: RIK Archiv

5.000 Tonnen Koks zu Spitzenzeiten

Mit einer Kapazität von 2.200 Tonnen Koks täglich ging Hansa 1928 in Betrieb. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Kokerei zweimal erweitert: 1938-42 und nochmals Ende der 1960er-Jahre. In Spitzenzeiten verließen am Tag über 5.000 Tonnen Koks die Produktionsstätte.

Trotz immer wieder vorgenommener Umbaumaßnahmen ist die Kokerei im wesentlichen erhalten geblieben und gibt Zeugnis von der damaligen rationalen Betriebsplanung entlang zweier, parallel laufender Werksstraßen: einer „schwarzen Straße”, an der sich die Anlagen und Gebäude der Koksproduktion befinden und einer „weißen Straße”, an der sich die Anlagen der Nebenproduktion und für die Aufbereitung des Koksgases aufreihen.

zurück 2/3 vor

Kontakt & Infos

Kokerei Hansa
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 / 93 11 22-33

Öffnungszeiten und Führungen

Apr-Okt: Di-So 10-18 Uhr
Nov-Mrz: Di-So 10-16 Uhr

Die Kokerei Hansa kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Detailinformationen zum Programmangebot finden sich hier.

ÖPNV

Von Dortmund Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Stadtbahn U47 Richtung Westerfilde bis „Parsevalstraße”, dann ca. 5 Minuten Fußweg

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

TIPP

Besucher können auf der Kokerei Hansa in Dortmund nicht nur dem Weg der Kohle, sondern auch dem des Regenwassers folgen. Das in der „Wassergestalt Hansa“ inszenierte Regenwassertrennsystem zeigt sich insbesondere im Bereich der weißen Straße der Kokerei: Über eine Rinne wird das Wasser zu den Kühltürmen geleitet. Die historischen Beton-Wasserbecken dienen als Sammelbecken für das Regenwasser, das von dort aus unterirdisch zur Emscher gepumpt wird. Ein Becken ist als „Wassergarten“ gestaltet. Zuvor können Besucher jedoch anhand eines hölzernen Modells im Maßstab 1:1 anschaulich erleben, wie früher auf der Kokerei Hansa auf effiziente Weise Wasser gekühlt wurde. Gestartet wurde das umfängliche Projekt im Jahr 2010. Das historische Kanalsystem der Kokerei Hansa war marode und es bedurfte einer neuen Planung, deren Ergebnis nun auf anschauliche Weise erlebbar ist. Insgesamt wurde eine Fläche von insgesamt 168.000 m² von der Abwasserkanalisation abgekoppelt, davon entfallen 129.000 m² auf das Umlagerungsbauwerk und 39.000 m² auf die Fläche der Kokerei. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 2,9 Millionen Euro.

Fahrradverleih

metropolradruhr
Nächster Standort: Dortmund Hbf., Bahnhofsvorplatz 6,0 km, 30 Min.

www.metropolradruhr.de

RevierRad
am Ankerpunkt

www.revierrad.de

Partner der Ruhrtopcard 2018