Jahrhunderthalle - Bochumer Verein

Die Jahrhunderthalle in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau
Die Jahrhunderthalle in Bochum. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Nach der Restaurierung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) ist die Halle heute Kristallisationspunkt der „Innenstadt-West”, die die Projektgemeinschaft aus Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und Stadt Bochum auf der Brache des ehemaligen Krupp-Geländes verwirklicht. Im Februar 2002 brachten Kulturminister Dr. Michael Vesper und Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold mit der Übergabe der ersten Teilbaugenehmigung den Umbau der Jahrhunderthalle zum zentralen Spielort der RuhrTriennale auf den Weg, der mittlerweile abgeschlossen ist.

Der einzigartige Innenraum mit seiner morbiden Ausstrahlung ist dabei nahezu unverändert belassen worden. Durch reversible Vorhänge können die insgesamt fast 10.000 m² in drei unterschiedlich große Hallen unterteilt werden. Oberhalb der Kranbahn und in den Giebelräumen wurden Zentralen für die Bühnentechnik eingerichtet. Die bestehenden Kräne und Kranbahnen selbst sind dabei ein zentraler Aspekt des gesamten Bühnenkonzeptes. Sie sind multifunktional einsetzbar – sowohl im Vorfeld beim Aufbau als auch während der Vorstellungen. Um behagliche Temperaturen für den Zeitraum Mai bis Oktober zu garantieren, erhielt der Hallenboden eine Dämmung und eine Fußbodenheizung.

Wichtigste bauliche Veränderung sind zwei Neubauten, die die Jahrhunderthalle von außen ergänzen. Auf dem südlichen Vorplatz entstand entlang „Saal 1” ein vollständig unterkellertes, zweigeschossiges Foyergebäude. Das Erdgeschoss dient als Eingangszone. Über zwei Freitreppen und zwei Aufzüge erreicht man eine Galerie mit einem Café. An den Stirnseiten schließen sich Balkone mit offenen Treppenanlagen an. Im Keller befindet sich die zentral angeordnete Besuchergarderobe mit WC-Anlagen sowie technischen Betriebs- und Lagerräumen. Ein zweiter Anbau entstand in Verlängerung der Jahrhunderthalle zum Wasserturm hin. In dem sechsgeschossigen Neubau mit Satteldach wurden u.a. Garderoben- und Aufenthaltsräume für Künstler eingerichtet.

Das Projekt Westpark Bochum mit der Jahrhunderthalle erschließt heute einen innenstadtnahen Bereich, der zu Zeiten des Bochumer Vereins für die Stadtplanung zur „verbotenen Stadt” gehörte. Der Westpark ist durch seine Nähe zum Zentrum in ein imposantes Gestaltungskonzept integriert, das Teil eines stadtübergreifenden Radwegenetzes, einer entstehenden Erlebnislandschaft sowie für die umliegenden Wohnquartiere zu einem Naherholungsgebiet wird und bereits geworden ist. Von hier startet ein industriekultureller Weg per Rad und zu Fuß über die ehemalige Erzbahn, die Themenroute Erzbahn-Emscherbruch

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Kontakt & Infos

Bochumer Veranstaltungs-GmbH
Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
Telefon: +49 (0) 234 / 36 93-100

Öffnungszeiten

RUHR.INFOLOUNGE Bochum
Besucherzentrum im Pumpenhaus 2
Telefon: +49 (0) 234 / 36 93 111

Nov-Mrz: Sa/So 10-17 Uhr,
Apr-Okt: Di-Fr 12-18 Uhr,
Sa/So 10-18 Uhr

Die Jahrhunderthalle selbst ist gewöhnlich nur im Rahmen von Veranstaltungen zu besichtigen.

ÖPNV

Von Bochum Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 302 oder 310 bis „Bochumer Verein / Jahrhunderthalle Bochum“

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

Fahrradverleih

metropolradruhr
Nächster Standort: Bochum Hbf., 2,2 km, 20 Minuten
www.metropolradruhr.de

RevierRad

am Ankerpunkt; Öffnungszeiten Mai-Sept-:  Di-So 9-19.00 Uhr und nach Vereinbarung
Reservierungen: Telefon +49 (0)2 08 / 84 85 720
www.revierrad.de

GASTRONOMIE

Gastronomie PumpenHausZwei:
Täglich 11-18 Uhr

Tipps

Geschichtspfad Westpark: Auf dem Rundweg mit acht Stationen durch das gesamte heutige Westpark-Areal wird der ehemalige Bochumer Verein als integriertes Hüttenwerk mit seinen unterschiedlichen Produktionsanlagen erfahrbar (Informationstafeln und Multimedia-Anwendung).

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