Umspannwerk Recklinghausen

Auch in Recklinghausen hat die Elektrifizierung eine beeindruckende Spur hinterlassen. Quelle: VEW
Auch in Recklinghausen hat die Elektrifizierung eine beeindruckende Spur hinterlassen. Quelle VEW

Die Emscherzone - noch eine Idylle im 19. Jahrhundert, obwohl im Süden bereits die Köln-Mindener Eisenbahn fährt. Seit 1870 verbindet sie Wanne mit Münster. Mit Recklinghausen I in Hochlarmark beginnt der regelmäßige Kohleabbau 1860.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert spielt Elektrizität spielt in der Emscherzone noch kaum eine Rolle. Weiter südlich im Ruhrgebiet hält sie gerade Einzug. Seit 1893 fährt in Essen die Straßenbahn, von den Bewohnern nur „Elektrische” genannt. Die öffentliche Stromversorgung in Westfalen beginnt im Dezember des Jahres 1897, als in Dortmund das erste städtische Elektrizitätswerk Westfalens ans Netz geht.

Die Wege von Kohle und Stahl sind eng verknüpft mit Erzeugung und Übertragung von Elektrizität. Allein die Groß-Dampfkraftwerke der „Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalens” (VEW) werden schon in den Zwanzigerjahren von vier eigenen Bergwerken mit Kohle versorgt. Die rasch wachsende Industrie des Ruhrgebiets ist der Hauptabnehmer des Stroms. Immer mehr Betriebe stellen im fortschreitenden 20. Jahrhundert ihre Anlagen auf Versorgung mit Elektrizität um. Nach und nach werden Fördermaschinen, Grubengeleucht, Grubenloks und auch die Gebläse für Hochöfen der Eisenhütten mit Elektrizität betrieben. Eine flächendeckende Verteilung des Stroms ist bald aufgrund steigender Nachfrage unumgänglich. Die in mehreren Groß-Dampfkraftwerken erzeugte Elektrizität wird zur Verteilung in Umspannstationen auf eine geringere Verteilungsspannung heruntertransformiert und dann an Ortsnetzstationen weitergeleitet.

Auch in Recklinghausen hat die Elektrifizierung eine beeindruckende Spur hinterlassen: Wie ein Stadttor markiert seit 1928 ein auffälliger Gebäudekomplex die südliche Grenze der Stadt. Formschöne Baukörper zeugen vom unaufhaltsamen Fortschritt der Moderne: das VEW Umspannwerk Recklinghausen-Süd - eine Landmarke am Eingang der Stadt. Die zentrale Lage zwischen zwei Großstädten der Emscherzone ist ein entscheidendes Plus des Standorts. Auch beeinflußt die Lage das Erscheinungsbild des Werks. Schon damals vorherrschende Luftverschmutzung sowie hohe Luftfeuchtigkeit, bedingt durch die Nähe zur Emscher, machen eine geschlossene Umbauung der elektrischen Anlagen unumgänglich. Recklinghausens Oberbürgermeister wünscht sich zudem einen städtebaulich prägnanten Blickpunkt im Süden der Stadt. Moderne Form und fortschrittliche Funktion begrüßen nun vereint die Besucher auf dem Weg in die Stadt. 

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