Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Das Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: LWL-Industriemuseum
Das Schiffshebewerk Henrichenburg. Foto: LWL-Industriemuseum

Um vordergründig die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie im Raum Dortmund zu erhöhen, kommt es zum Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals. 1962 ist das neue Schiffshebewerk Henrichenburg fertiggestellt. Die Stillegung des langgedienten alten Hebewerks folgt 1970. Der geplante Abriss und die Verschrottung kann jedoch vom Bürger- und Schützenverein in Waltrop-Oberwiese verhindert werden. 1979 unter Denkmalschutz gestellt, wird es drei Jahre später zu einem Standort des Westfälischen Industriemuseums. 1989 wird auch die alte Schleuse stillgelegt, und eine neue, deutlich vergrößerte Schleuse für die großen Europaschiffe und kleine Schubverbände geht in Betrieb. Die ständig wachsenden Schubschiffverbände müssen beim Durchschleusen nicht mehr in ihre Elemente zerlegt werden.

Nach langem Verfall und intensiver Restaurierung hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe das Alte Hebewerk 1992 als einen Standort des Westfälischen lndustriemuseums eröffnet. Das 1995 im Wettbewerb „Europäisches Museum des Jahres” ausgezeichnete Museum bietet viele Einblicke in die Geschichte der Binnenschifffahrt und des Kanalwesens. Historische und lebendige Technik sind hier zu bestaunen. Im unteren Vorhafen liegt eine Sammlung historischer Schiffe vor Anker. In einem anderen Teil des Museums werden die historischen Schiffe sogar repariert. Daneben dokumentiert das Museum auch die Arbeits- und Lebensweisen der Menschen auf den Schiffen.

Heute findet man im „Schleusenpark Waltrop” ein in Europa einmaliges Ensemble von Aufstiegsbauwerken: historisches Hebewerk (1899), alte Schleuse (1914), neues Hebewerk (1962) und neue Schleuse von 1982 - die beiden letzteren in Betrieb. Entdecken Sie also in der Maschinenhalle die Welt der Technik und des Dampfes. Besteigen Sie die Oberhaupttürme des Hebewerkes und staunen Sie über die grandiose Aussicht. Begeben Sie sich an Bord des Museumsschiffes „Franz-Christian” und lernen Sie die Lebens- und Arbeitswelt kennen. Genießen Sie einen Spaziergang am „Oberwasser”, um sich in die Arbeitswelt eines Hafens zu versetzen. Die historische Helling, die Sammlung von Schiffen und Arbeitsgeräten, Anleger und Verladestelle, Hafenkräne und Hubbrücke sind Stationen einer Reise in die Vergangenheit.

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 26
45732 Waltrop
Telefon: +49 (0) 2363 / 97 07-0

Öffnungszeiten / Führungen

Di–So sowie feiertags 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr

Jeden Sonn- und Feiertag findet von 11–12.30 Uhr eine offene Führung für Einzelbesucher statt. Die Führung ist kostenfrei, es ist nur der Museumseintritt zu zahlen. Mehrmals am Tag startet das Fahrgastschiff  „Henrichenburg“  im Sommerhalbjahr vom Kai am unteren Vorhafen des Museums zu Touren über die Kanäle. Details und weitere Programmangebote sind auf der Internetseite des Museums gelistet. 

ÖPNV

Bus 231 von Recklinghausen Hbf bis „Datteln Kanalstraße” oder Bus SB 22 von Castrop-Rauxel Hbf bis „Datteln Wittener Straße”

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

GASTRONOMIE

Gastrobus
Telefon +49 (0) 2363 / 91 83 13
www.gastrobus.com

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