Maximilianpark

Gelungene Verbindung von Historie, Kultur und Grün: der Maximilianpark. Foto: Maximilianpark
Gelungene Verbindung von Historie, Kultur und Grün: der Maximilianpark. Foto: Maximilianpark

Die Kohle lockt die Eisenwerkgesellschaft Maximilianhütte AG zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Sulzbach-Rosenberg nach Hamm. Sie beginnt 1902 damit, zwei Schächte abzuteufen. Bei der Zechengründung hat man jedoch wenig Glück. Ständige Wassereinbrüche gestalten den Schachtbau als sehr schwierig. 1907 werden in einer Teufe von 634 Metern die flözführenden Schichten und damit das lang ersehnte Ziel erreicht. Die erste Kohle wird auf der Zeche Maximilian gefördert. Zahlreiche weitere Mißgeschicke verzögern jedoch eine geregelte Kohlenförderung größeren Ausmaßes. Trauriger Höhepunkt: 1908 werden bei einem gewaltigen Gasausbruch vier Bergleute getötet. Nach zahlreichen weiteren Wassereinbrüchen und Gasausbrüchen beginnt 1912 endlich der systematische Kohleabbau.

Über 100.000 Tonnen Kohle werden 1913 auf der Zeche Maximilian gefördert. Mehr als 1.200 Bergleute verrichten die Arbeit auf der Zeche, untergebracht sind sie in der Kolonie Maximilian. Eine neue Eisenbahntrasse sichert den Abtransport der Kohle. Der nächste Schritt im Ausbau der Zeche ist die Weiterverarbeitung der Kohle. 1914 wird zum ersten Mal Koks auf dem Zechengelände hergestellt.

Der wirtschaftliche Erfolg der Zeche währt nicht lange. Schon 1914 dringt Wasser mit ungeheurem Druck in das Deckgebirge in das Bergwerk ein. Mit etlichen Pumpen versucht man sich gegen die Wassermassen zu wehren. Doch die vorhandenen Pumpen können die immer stärker steigenden Wassermassen nicht mehr bewältigen, die zudem vom salzigen und kohlensäurehaltigen Grubenwasser einem hohen Verschleiß ausgesetzt sind. Da die vollständige Sperrung des Eisenbahngüterverkehrs im Ersten Weltkrieg für zivile Zwecke außerdem dazu führt, dass wichtige Ersatzteile für die Pumpen nicht herangeschafft werden können, wird die Grube nach knapp zwei Jahren Betriebszeit aufgegeben. Das Wasser tritt schließlich sogar über Tage aus. Am Ende des Zweiten Weltkrieges dient das Zechengelände kurzfristig als Lager für ehemalige russische Kriegsgefangene und auch Ostarbeiter.

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Kontakt & Infos

Maximilianpark Hamm
Alter Grenzweg 2
59071 Hamm
Telefon: +49 (0) 2381 / 98 21 0-0

Öffnungszeiten

täglich 9-21 Uhr
Okt-Mrz: 10-19 Uhr

ÖPNV

Vom Bahnhof Hamm mit Bus 1, 3, 6, 18 oder 33 bis „Maximilianpark”

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.

metropolradruhr

Nächster Standort: Am Ankerpunkt selber und Bf. Hamm, 6,4 km, 31 Min.

www.metropolradruhr.de

GASTRONOMIE

Bistro in der Werkstatthalle, Seekiosk mit Seeterrasse, diverse mobile Verkaufsstände bei guter Witterung im Gelände. Telefon +49 (2381) 4939868 od. 0174-2472713
www.maxi-gastro.de

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