Alt-Siedlung Friedrich-Heinrich

Foto: RIK/ Guntram Walter

Auch die Siedlung Friedrich Heinrich ist ein Beispiel dafür, dass ohne den Werkswohnungsbau eine Zeche mitten auf dem "platten Land" nicht bestehen konnte. Also hatte die Gesellschaft von vorneherein ausreichend Grundfläche gekauft, um in unmittelbarer Nähe zur Schachtanlage zwei große Siedlungen anlegen zu können, eine für Beamten und die Alt-Siedlung für Arbeiter. In mehreren Bauphasen entstand von 1910 bis in die 1930er Jahre eine der größten Zechenkolonien des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes. 

Foto: RIK/ Guntram Walter

Die ältesten Häuser stehen in aufgelockerter Bebauung zwischen der Ring-, Albert- und Ebertstraße auf vergleichsweise großen Grundstücken. Anderthalb- oder zweigeschossige Häuser sind zu Doppel- oder Vierfamilienhäusern zusammengestellt, alle ausgestattet mit Vorgärten, Gärten und Ställen. Die zweite Bauphase fiel zusammen mit einem starken Anwachsen der Belegschaft nach Förderaufnahme und umfasste die Jahre bis zum Ersten Weltkrieg. Bebaut wurde das Gebiet zwischen Moerser Straße im Norden, Ringstraße im Westen, Barbara- und Ringstraße im Süden sowie Alfred- und Auguststraße im Osten. Dabei wurden wenige Haustypen durch architektonische Details (Erker, Dachformen, Verkleidung u. ä.) soweit verändert, dass nicht zwei Häuser gleichen Aussehens nebeneinanderstehen und insgesamt eine außergewöhnliche optische Vielfalt in der Bebauung entstand. In den zwanziger Jahren erweiterte die "Bergmannssiedlung GmbH Linker Niederrhein" als Bauträger die Alt-Siedlung, für die die Zeche das Belegsrecht hatte. Vier verschiedene Bau- und Architektenbüros waren von 1921 bis 1930 am Ausbau der Siedlung beteiligt, so dass kein einheitliches Bild der Siedlung in dem Gebiet um die Pappelstraße entstand. 

zurück 3/4 vor

Kontakt & Infos

Alt-Siedlung Friedrich-Heinrich
Marktplatz/ Ebertstraße
47475 Kamp-Lintfort

ÖPNV

Von Duisburg-Ruhrort / Moers Bf mit Bus 911 bis "Kamp-Lintfort Markt" 

VRR-Fahrtenplaner

Mit nur wenigen Klicks zur richtigen ÖPNV-Verbindung: Der VRR-Fahrtenplaner zur Route der Industriekultur listet alle Bus- und Bahn-Verbindungen zu und zwischen den Ankerpunkten, Panoramen und Siedlungen.