Kohlenkipperfundamente

Kohlenkipperfundamente. Foto: RIK/ R. Budde
Kohlenkipperfundamente. Foto: RIK/ R. Budde

Kohlenkipper konnten mit Hilfe von großen Trichtern ganze Ladungen von Eisenbahnwaggons in Schiffe entleeren. Die Waggons wurden mittels Drehscheibe und Querpfeilerbahn direkt über die Trichter bugsiert und die Frachtschiffe legten am Steilufer des Hafenkanals darunter an. Seit 1881 kamen mechanische, später hydraulisch und ab 1908 auch elektrisch betriebene Kohlenkipper zum Einsatz, bei denen das mühsame Verholen der Schiffe nicht mehr nötig war, weil der Trichter seitlich verschoben werden konnte. 1912, als die Ruhrorter Häfen ihre größte Ausdehnung erreicht hatten, betrieb die Hafenverwaltung 28 Kohlekipper neben 142 privat betriebenen Verladebühnen.

Die letzten Fundamente dieser schon lange veralteten Umschlagstechnik für Kohle sind auf der heutigen Ölinsel am Beginn des Hafenbeckens A und an der Kopfseite der Schrottinsel am Hafenkanal erhalten. Von der Straße Pontwert zwischen Ruhr und Hafenkanal aus sind sie gut zu sehen.

Im Binnenschifffahrtsmuseum ist ein anschauliches großes Funktionsmodell eines Kohlenkippers aufgebaut. 

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Kontakt & Infos

Kohlenkipperfundamente
Pontwert
47059 Duisburg-Ruhrort

ÖPNV

Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 901 bis "Albertstraße", dann 15 bis 20 Minuten Fußweg über Pontwert