Siedlung Drostenbusch

Siedlung Drostenbusch. Foto: RIK/ R. Budde
Siedlung Drostenbusch. Foto: RIK/ R. Budde

Hatte Franz Haniel im 19. Jahrhundert noch genügend Raum für seine Siedlungen vorgefunden, waren nach fast hundertjähriger Bautätigkeit Grund und Boden selbst knapp geworden. Von daher entstand mit dem Bau der Drostenbusch-Siedlung 1955/56 ein für die Zollverein-Landschaft völlig neues Wohnkonzept. Inmitten von Grünanlagen wurden mehrgeschossige Wohnbauten errichtet. "Wohnen im Grünen" hieß das neue Motto und so hebt auch die Werkszeitung von 1959 auch gerade diesen Aspekt besonders hervor: 

Siedlung Drostenbusch.Foto: RIK/ Guntram Walter
Siedlung Drostenbusch. Foto: RIK/ Guntram Walter

"Neu angelegte Grünflächen, mit Buschwerk bepflanzt, und die Einbeziehung aller Baumbestände sollen das Wohnen nicht nur angenehmer machen – für diese teilweise recht kostspieligen Anlagen sprechen in gleichem Maße Gründe des gesunden Wohnens. Wir Menschen im Revier brauchen nun mal jedes Stückchen Grünland, jeden Busch und jeden Baum, die alle zusammen die grüne Lunge des Reviers genannt werden."

Die Wohnungsfläche der Drei-Raum-Wohnungen fiel dagegen eher bescheiden aus, denn zunächst kam es darauf an, möglichst eine große Zahl von Wohnungen anbieten zu können. Mehr Wohnfläche oder Komfort – wie ein eigenes Bad oder die Trennung von Wohnen und Küche - ließen sich erst umsetzen, als die größte Wohnungsnot beseitigt war. 

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Kontakt & Infos

Siedlung Drostenbusch
Drostenbusch
45309 Essen-Katernberg

ÖPNV

Von Essen Hbf mit Straßenbahnlinie 107 bis "Zollverein", dann 2 Minuten Faßweg.