Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM)

Hüttenwerke Krupp-Mannesmann. Foto: RIK / Guntram Walter
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Werksanlagen im Duisburger Süden gehen in ihren Ursprüngen auf die Gründung eines Siemens-Martin-Stahlwerks durch die Essener Firma Schulz-Knaudt im Jahre 1909 zurück. In jenen Jahren suchten die 1890 gegründeten Mannesmannröhren-Werke nach einem geeigneten Stahlerzeugungs-Standort, um für die Rohrherstellung in dieser Region unabhängig von anderen Stahlunternehmen zu werden. Mannesmann übernahm 1914 das Huckinger Werk. Erst 1927 wurde mit dem weiteren Ausbau zum integrierten Hüttenwerk begonnen; 1929 konnten endlich zwei Hochöfen, eine Sinteranlage und das Thomas-Stahlwerk mit vier Konvertern in Betrieb gehen.

Seit 1932 trug das Werk den Namen "Heinrich-Bierwes-Hütte" nach dem damaligen Vorstandsvorsitzenden. Schon damals galt die Hütte als besonders nachahmenswert, auch wegen der Arbeits- und Lebensbedingungen für die Mitarbeiter. Die Ansiedlung einer steigenden Zahl von Beschäftigten und die Verknüpfung der Orte Huckingen und Hüttenheim waren ein besonderes Anliegen der Werksleitung. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bestand das Hüttenwerk aus einem Hochofenwerk mit vier Hochöfen, Thomas-Stahlwerk mit vier Konvertern, Siemens-Martin-Stahlwerk mit sechs Öfen, Elektroofen, Blech-, Block- und Profilwalzwerk sowie Rohr- und Bodenwerk. Die Stahlerzeugung näherte sich einer Million Jahrestonnen.

Der Zweite Weltkrieg beschädigte und zerstörte Werksanlagen, vor allem aber die Siedlungen. Eine sehr eingeschränkte Betriebsaufnahme war erst im Herbst 1945 möglich. Erst ab 1950 begann ein neuer Aufschwung mit Erweiterung der Anlagen im Roheisen-, Stahl- und Walzwerksbereich. Der Bau des Blasstahlwerks und zweier Brammenstranggießanlagen 1966/67 führte in den nachfolgenden Jahren zur weitgehenden Ablösung des Thomas- und Siemens-Martin-Verfahrens. Ab 1970 wurden durch Verabredung die Unternehmensbereiche von Mannesmann und Thyssen neu geordnet. Für das Werk Huckingen bedeutete dies: Alleinige Aufgabe war es nun, die Mannesmannröhren-Werke mit Vormaterial zu versorgen. Die folgenden 20 Jahre waren durch zahlreiche Erweiterungen und Neubauten von Produktionsanlagen gekennzeichnet, so entstanden 1973 und 1981 die heutigen Hochöfen A und B. Ab Mitte der 1980er Jahre war die Stahlbranche mit dramatischen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert mit dem Zwang zu Kapazitätsbereinigungen und Unternehmenszusammenschlüssen. 1987 beschlossen Krupp und Mannesmann die Zusammenführung ihrer beiden Duisburger Stahl-Standorte auf dem Gelände der Hüttenwerke Huckingen. Im ersten Jahr -1990- der Hüttenwerke Krupp Mannesmann wurden nur 3,6 Millionen Tonnen errreicht bei 4.600 Mitarbeitern, 1.000 davon aus Rheinhausen. Nach der endgültigen Stillegung der Krupp-Hütte Rheinhausen stieg die Erzeugung im Jahr 1994 auf 4,5 und im Jahr 1997 auf 5,2 Millionen Tonnen Rohstahl. Seit 1997 setzt sich die Gesellschafterstruktur von HKM zusammen aus 50% Thyssen Krupp Stahl AG, 30% Vallourec & Mannesmann Tubes S.A. und 20% Mannesmannröhren-Werke AG (heute im Salzgitter-Konzern).

Mit rund 3200 Mitarbeitern produziert das Unternehmen heute mehr als 5,6 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr. Das entspricht etwa zwölf Prozent des insgesamt in Deutschland erzeugten Rohstahls. 

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Kontakt & Infos

HKM Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Ehinger Straße 200
47259 Duisburg-Huckingen
Telefon: +49 (0) 203 / 999-01

ÖPNV

Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 903 bis "Mannesmann Tor l"