"D-Zug-Siedlung" Rünthe und "Alte Kolonie"

"D-Zug-Siedlung". Foto: RIK / R. Budde
"D-Zug-Siedlung". Foto: RIK / R. Budde

"Bad Werne" hoffte die Stadt 1899 aufgrund der vorhandenen Sole zu werden - und um den Ruf nicht zu beeinträchtigen, wollte sie auf ihrem Stadtgebiet zunächst keine Bergarbeitersiedlungen zulassen. Die Eigentümerin der ehemaligen Zeche Werne, die im gleichen Jahr nördlich der Lippe mit dem Abteufen zweier Schächte begonnen hatte, musste mit ihrem Werkswohnungsbau ins benachbarte Rünthe ausweichen. Auf den Ländereien des alten Gutes "Haus Rünthe" entstand die erste Kolonie. Schon im Sommer 1900 konnten die ersten Familien in die elf Häuser in der Schachtstraße einziehen. Dieser Haustyp mit den strengen, gleichförmig aneinandergereihten Fassadengliederungen erhielt im Volksmund schnell den Namen "D-Zug". Jedes Haus hat vier Wohnungen, jeweils über Erd- und Dachgeschoss verteilt, und einen eigenen Eingang. Diese Aufteilung sollte dem Schichtarbeiter auch am Tage einen ruhigen Schlafplatz abseits vom Familienleben ermöglichen.

Zwischen 1903 und 1905 wurde an die "D-Zug-Siedlung" westlich anschließend die "Alte Kolonie" errichtet. Sie besteht überwiegend aus Vier-Familien-Doppelhäusern. Zusätzlich wurde an der Rückseite jeder Doppelhaushälfte ein Anbau mit Stall und Trockenabort angefügt. Neben diesen für “einfache" Bergarbeiterfamilien errichteten Häuser gibt es am Hellweg noch einige wesentlich aufwendiger gestaltete Wohngebäude, die für die leitenden Angestellten des Bergwerks, die Zechenbeamten, und deren Familien errichtet wurden. 

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Kontakt & Infos

"D-Zug-Siedlung" Rünthe und "Alte Kolonie"
Schachtstraße / Schlägelstraße
59192 Bergkamen-Rünthe

ÖPNV

Von Unna/Kamen bzw. Werne mit Bus R81, von Lünen bzw. Hamm mit Bus S20 bis "Kettelerschule"