Papiermühlenschleuse

Papiermühlenschleuse. Foto: RIK/Reinhold Budde
Papiermühlenschleuse. Foto: RIK/Reinhold Budde

Zu den bedeutenden historischen Wasserbauten in Werden gehörte die am westlichen Ruhrufer zwischen 1776 und 1780 von der Abtei Werden errichtete Schleuse an der ehemaligen Papiermühle (am Sportplatz Löwental). Hier konnte eine weitere Felsbarriere in der Ruhr zwischen Werden und Kettwig umschifft werden. Bereits 1832 wurde die als verfallen geltende Anlage jedoch wieder aufgegeben und bis 1835 durch einen neuen Kanal und eine neue Schleuse am gegenüberliegenden Ufer ersetzt. Aus dieser Zeit stammt auch das noch erhaltene Schleusenwärterhaus.

Mit dem Bau des Baldeneysees zwischen 1931 und 1933 wurde der Flusslauf in Werden durch die Regulierung des Gewässers verändert. Mit Inbetriebnahme des Kettwiger Stausees 1950 stieg der Stauwasserspiegel um etwa zwei Meter und schuf damit auf der Strecke von Kettwig bis zum Baldeneysee eine dauerhaft ausreichende Fahrwassertiefe. Damit war die Schleuse überflüssig, die aus Sandsteinquadern gemauerte Schleusenkammer wurde zugeschüttet. 1987 wurde die Anlage „neu entdeckt“ und inklusive Schleusenhaus unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1988 kann die Schleuse – nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten - wieder in ihrer alten Funktion erlebt werden.

Auch der historische Leinpfad liegt seit 1993 auf einem kurzen Abschnitt in Höhe der Schleusenanlage wieder frei und kann heute als Spazierweg genutzt werden.

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Kontakt & Infos

Papiermühlenschleuse
Im Löwental
45239 Essen-Werden
Die Schleuse liegt am Leinpfad rechts der Ruhr.

ÖPNV

Vom S-Bahnhof Essen-Werden ca. 20 Minuten Fußweg