Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste

Die Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste. Foto: RIK/Reinhold Budde
Die Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste. Foto: RIK/Reinhold Budde

Zwei hintereinander folgende Eisenbahnbrücken der am 1. Oktober 1910 von der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn eröffneten Strecke zwischen Schwerte und Iserlohn wurden im Ruhrtal gebaut, um Westhofen und Ergste miteinander zu verbinden. Während eine Brücke für die Flussüberquerung gebaut wurde, überbrückt die andere einen Durchlass im Eisenbahndamm.   

Die auf zwei Natursteinquader-Pfeilern errichtete so genannte Ruhrflutbrücke wurde wegen der regelmäßigen Überflutung der Ruhrauen gebaut, um den Eisenbahndamm zu entlasten. Ein durchgehend geschlossener Damm wäre zu Überschwemmungszeiten dem starken Druck der Hochwässer ausgesetzt gewesen, so dass die Gefahr eines Durchbruchs bestanden hätte.

Heute ist die Ruhrflutbrücke ein prägendes Element im Schwerter Ruhrtal und erinnert an eine vergangene Epoche der Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte von Schwerte, Ergste und Iserlohn. Zusammen mit der Eisenbahnbrücke über die Ruhr ist sie gleichzeitig ein anschauliches Dokument für den ingenieurmäßigen Brückenbau um 1900, der in erster Linie von der Einführung neuer Baustähle geprägt war und damit für eine Weiterentwicklung des Stahlbrückenbaus sorgte.

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Kontakt & Infos

Ruhrflutbrücke
Lindenufer
58239 Schwerte-Ergste

ÖPNV

Vom Bahnhof Ergste zehn Minuten Fußweg