Zeche Zollern

Mit großem architektonischem Aufwand gestaltet, galt Zollern II/IV als Musterzeche und Vorzeigeobjekt der Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG). Die Anlagen wurden 1898 und 1904 gebaut. Die Förderung begann 1902 und endete 1955. Während die Gebäude im Eingangsbereich, um einen Innenhof gruppiert, in der Formensprache des Historismus gehalten sind, stellt die Maschinenhalle des Berliner Architekten Bruno Möhring mit ihrem kunstvollen Hauptportal und den Marmorschalttafeln ein Glanzstück des Jugendstils dar. Auch in technischer Hinsicht war die Zeche Zollern II/IV richtungweisend: Die östliche Fördermaschine, die 1903 installiert wurde, gilt als eine der ersten elektrischen Fördermaschinen der Welt.

Es war die architektonische Qualität der Maschinenhalle, die Ende der 1960er Jahre den Protest der Fachwelt gegen den geplanten Abriss auslöste und damit längerfristig den Erhalt der gesamten Anlage sicherte. 1969 wurde die Halle unter Denkmalschutz gestellt. 1981 übernahm der Landschaftsverband Westfalen-Lippe Zollern II/IV in sein 1979 gegründetes Westfälisches Industriemuseum. Am Standort Zollern befindet sich auch die Zentrale mit Verwaltung, Restaurierungswerkstätten, Depots und Archiven.

Inzwischen ist die Zeche restauriert und zum Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus ausgebaut worden. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung "Musterzeche" stehen Arbeit und Alltag der Bergleute und ihrer Familien im 20. Jahrhundert. Ausstellungsthemen sind: "Alle unter Kontrolle" (Markenstube), "Keine Herrenjahre. Arbeit und Freizeit im Revier", "Sauber und gesund" (Jugendkaue), "Ein Licht in der Nacht" (Lampenstube), "Explosionsgefahr: Grubenrettungswesen und Versuchseinrichtungen" (Kauenkeller). Für Kinder gibt es geeignete Erklärungen und museumspädagogischen Angebote.

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund- Bövinghausen
Telefon: +49 (0) 231 / 69 61-111

ÖPNV

Von Dortmund Hbf oder Herne mit Regionalbahn RB 43 bis "Dortmund - Bövinghausen", dann 5 Minuten Fußweg 

metropolradruhr

Nächster Standort: S-Bf. DO-Lütgendortmund (S4), 3,4 km, 17 Min

www.metropolradruhr.de

Öffnungszeiten / Führungen

Di-So, feiertags 10-18 Uhr, Einlass bis 17.30 Uhr

Das Restaurant Pferdestall ist eine Gastronomie für Museumsgäste. Wer spontan nur ins Restaurant will, muss den vollen Museumseintritt zahlen. Gäste, die ausschließlich das Restaurant besuchen möchten, reservieren bitte spätestens am Vortag im Restaurant Pferdestall unter Tel. 0231 6903236 einen Tisch. Aufgrund einer solchen Reservierung fällt nur eine reduzierte Gebühr von 1 EUR pro Person an. Liegt bei einem Besuch keine Reservierung vor, muss der volle Eintritt gezahlt werden. Ab 18 Uhr ist das Restaurant frei zugänglich.