Villa Ernst Lohmann

Villa Ernst Lohmann. Foto: RIK / R. Budde
Villa Ernst Lohmann. Foto: RIK / R. Budde

Der Bau wurde von Ernst Lohmann (1845-1916), der 1879 Anna von Born aus Dortmund, Tochter des Präsidenten der dortigen Industrie- und Handelskammer, geheiratet hatte, im Jahre 1882 errichtet und später von seinem Sohn Waldemar (1889-1975) bewohnt. Die Familie Lohmann hatte den Fabrikstandort an der Ruhr 1855 zu planen begonnen: Man erwarb die Rechte zur Nutzung der Wasserkräfte. 1859 ging das Werk in Betrieb. Ernst Lohmann hatte die Leitung des Zweigbetriebes der Firma Lohmann in Herbede inne. 1910, als sich Friedrich Lohmann, bis dahin Leiter des Stammwerkes am Haus Witten, zur Ruhe setzte, erwarb Ernst die Anteile seiner Brüder (Max war nur beteiligt gewesen) und war damit alleiniger Inhaber der Firma Lohmann. Nachdem 1938/39 ein neues Tiegelstahlwerk in Herbede errichtet worden war, wurden 1939 die älteren Anlagen bei Haus Witten stillgelegt.

Die Villa überblickt dank ihrer drei Geschosse die Ruhrwiesen. Über einem gequaderten Sockelgeschoss, das an seiner westlichen Schmalseite den Haupteingang aufnimmt, sind die beiden Obergeschosse durch geschossweise Pilastergliederungen und glatte Putzflächen zusammengeschlossen. An der Ruhrseite wird ein Mittelrisalit ausgebildet und durch flachen Giebel sowie eine Nische mit Skulptur hervorgehoben. Deutlich ist der Übergang vom Spätklassizismus zur Neorenaissance erkennbar, der sich in Proportionen, Stuckdekor und gestalterischen Details beobachten lässt. Heute wird der Bau als Verwaltung der Firma Lohmann genutzt. 

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Kontakt & Infos

Villa Ernst Lohmann
Ruhrtal 2a
58456 Witten-Herbede

ÖPNV

Von Witten Hbf mit Bus SB38, 320 bis "Herbede Mitte"