Sorpetalsperre

Sorpetalsperre mit Amecker Vorbecken. Foto: Ruhrverband
Sorpetalsperre mit Amecker Vorbecken. Foto: Ruhrverband

In den 1920er-Jahren wurden zwei weitere wichtige Talsperrenprojekte vom Ruhrtalsperrenverein in Angriff genommen: Neben der Sorpetalsperre, deren Bau 1926 begonnen wurde, entstand seit 1929 zwischen Lüdenscheid und Herscheid die Versetalsperre, die den Fluss Verse aufstauen sollte, der bei Meinerzhagen entspringt. Das geplante Stauvolumen betrug 33 Millionen Kubikmeter. Ende 1934 wurde nach neunjähriger Bauzeit die Sorpetalsperre eingestaut. Mit einer Dammhöhe von fast 70 Metern war sie damals die höchste Talsperre Deutschlands, ihr Stauinhalt von rund 70 Millionen Kubikmetern erweiterte die Talsperrenkapazität des Ruhrtalsperrenvereins erheblich. Das war nicht nur ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung: Mittlerweile arbeiteten die Firma Krupp und andere Rüstungsunternehmen des Ruhrgebiets an Großaufträgen für die Wehrmacht. Dafür benötigten sie ernorme Wassermengen und sie leiteten in großem Umfang Abwasser in die Ruhr.   

Heute hat die Sorpetalsperre als Überjahresspeicher vor allem die Aufgabe, die anderen Ruhrverbandstalsperren bei der Sicherung der Niedrigwasseraufhöhung der Ruhr zur Wasserversorgung zu unterstützen. Über ein Beileitungssystem, das die jährliche Leistungsfähigkeit der Sorpetalsperre erhöht, wird Wasser aus benachbarten Einzugsgebieten in die Talsperre geleitet.

Daneben dient die Sorpetalsperre auch der lokalen Trinkwasser- und Energiegewinnung. Ebenso ist es möglich, Wassersport wie Segeln, Surfen, Baden, Rudern und Tauchen zu betreiben. Am Westufer des Hauptbeckens sowie am Amecker Vorbecken befinden sich zudem zahlreiche Campingplätze und Ferienhaussiedlungen. Das Ostufer ist vorwiegend der „stillen“ Erholung vorbehalten. Die Sorpetalsperre gilt auch als attraktives Fischgewässer mit jährlichen Fangerträgen von über 50 Kilogramm pro Hektar.  

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Kontakt & Infos

Ruhrverband Betrieb Sorpetalsperre
Langscheider Straße 1
59846 Sundern-Langscheid
Telefon: +49 (0) 2935 / 96 56-0

ÖPNV

Von Arnsberg Bf mit Stadtbus C1 bis Neumarkt, dann mit Regiobus R22 bis Hachen, Perlmühle, weiter mit Bus 432 bis Tiefenhagen, Rosengarten; dann ca. zehn Minuten Fußweg bis Staumauer

Tipp

Unweit der Versetalsperre befinden sich noch zwei weitere sehenswerte Talsperren des Ruhrverbandes: südöstlich gelegen die Fürwiggetalsperre, im Nordwesten die Ennepetalsperre.