Innenhafen Duisburg

Innenhafen Duisburg. Foto: RIK/Reinhold Budde
Innenhafen Duisburg. Foto: RIK/Reinhold Budde

Am Schnittpunkt von Rhein, Ruhr und Hellweg, dem bedeutendsten Handelsweg des Reiches, gelegen, entwickelte sich Duisburg im 10. Jahrhundert zur Reichsstadt mit lebhaftem Warenhandel. Mitte des 13. Jahrhunderts verlagerte der Rhein sein Bett vier Kilometer nach Westen, wodurch Duisburg die direkte Anbindung an die Wasserstraße verlor und die Stadt ihre Bedeutung als wichtiger Handelsplatz einbüßte. Gleichzeitig entwickelte sich das nahe Ruhrort an der Ruhrmündung zum wichtigsten Flusshafen.

Erst Anfang des 19. Jahrhunderts sorgte der Ausbau des ehemaligen Rheinbettes als Kanal wieder für einen Anschluss an den Rhein. Zur Anbindung an die Ruhr wurde 1840 ein 800 Meter langer Kanal am Schwanentor gebaut, der später den Namen „Innenhafen“ erhielt. Der Innenhafen wurde seit den 1880er Jahren zu einem der wichtigsten Duisburger Gewerbegebiete. Hier entstand der zentrale Umschlagplatz des Getreidehandels im Deutschen Reich. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Innenhafen eine Reihe von Speicher- und Mühlenneubauten errichtet, der „Brotkorb des Reviers“ entstand. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Bedeutung des Hafens zurück. In den 1970er-Jahren drohte den Speichern der Abriss.

Heute entsteht im Duisburger Innenhafen ein neuer, attraktiver Stadtteil, der sich durch die Kombination von Arbeit, Wohnen, Kultur und Freizeit auszeichnet. Seit Anfang der 1990er-Jahre wurden auf dem etwa 90 Hektar großen Areal im Rahmen der Internationalen Bauaustellung IBA Emscher Park mehrere Bauvorhaben realisiert: das „Hafenforum“ des Stararchitekten Sir Norman Foster, das Museum Küppersmühle und der Altstadtpark des Landschaftskünstlers Dani Karavan. Spektakulär auch neuerdings die „U-Boot-Inszenierung“ von Andreas Kaufmann und Ulrich Reck.

An die Vergangenheit des Innenhafens als Mühlen- und Speicherstandort erinnert das Kultur- und Stadthistorische Museum, das in dem ehemaligen Gebäude der Rosiny-Mühle von 1902 untergebracht ist. Als Teil der umfangreichen stadtgeschichtlichen Ausstellung ist in einem früheren Getreidespeicher ein Mühlenraum mit Transmission und originaler Maschinenausstattung zu sehen. Über die Uferpromenade gelangt man zum nahen Schwanentor, dem Ausgangspunkt von Hafenrundfahrten.

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