Martin Luther Forum Ruhr

Martin Luther Forum Ruhr. Foto MLFR

Mit ihrer markanten Zeltdachkonstruktion auf dem Grundriss eines Pentagons stellt die ehemalige Markuskirche ein zeitlos bleibendes Zeugnis moderner Baukunst des 20. Jahrhunderts dar. Erbaut nach den Plänen der Architekten Albrecht E. Wittig aus Marl und Fred Janowski aus Gelsenkirchen, legt ihre Architektur heute Zeugnis ab vom Fortschrittsglauben jener Zeit und dem Bruch mit gesellschaftlichen und kirchlichen Traditionen. Nach der Grundsteinlegung 1966 und der Einweihung am 5. Mai 1968 diente die Markuskirche mit ihrem Gemeindezentrum den evangelischen Christen in Gladbeck-Ost vierzig Jahre lang als spirituelle Heimat. Mit dem Pfingstgottesdienst am 11. Mai 2008 wurde die Markuskirche geschlossen.

Im Sinne einer beispielgebenden kirchennahen Folgenutzung bietet das Gebäudeensemble seit dem 1. August 2008 dem Martin Luther Forum Ruhr einen identitätsstiftenden Ort. Der Umbau in eine multifunktionale Versammlungsstätte mit Dauerausstellung, Café, Turmladen, Seminarraum und Großem Saal, die durch eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher betrieben wird, erfolgte ab März 2009 nach Plänen des Architekten Christoph Damm mit behutsamen Eingriffen in die Bausubstanz, welche den ursprünglichen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes erhielt. Die Umbauarbeiten fanden im August 2011 mit der Fertigstellung der Außenanlagen ihren Abschluss.

Die Dauerausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" lädt mit einer erfrischenden Mischung aus aktueller Medien-, Audio- und Lichttechnik, Texten, Bildern und Exponaten zu einer Suche nach den Spuren der Reformation im Ruhrgebiet ein.

Auf über 200 m² gewährt sie auf vier Ebenen Einblicke in die Entwicklungslinien der Reformation an Rhein und Ruhr, Mentalitäts-, Sozial-, Wirtschafts- und Alltagsgeschichte. Traditionen und Herkunft der Zuwanderer sowie protestantische Ethik der Unternehmer aus dem Ruhrgebiet sind nur einige der Themen, welche die Besucher erwarten.

Gezeigt werden Exponate aus der Zeit der Reformation bis in das 21. Jahrhundert. Bei allem Respekt vor historischen Fakten und Entwicklungen will sich die Ausstellung vor allem auf die Menschen beziehen, die im Kontext der Entwicklung des Ruhrgebiets ihr evangelisches Glaubensbekenntnis mitgebracht haben. Durch diese regionale Akzentuierung löst sich die Ausstellung von bisherigen gesamtdeutsch oder europäisch ausgerichteten Präsentationen.

 

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Kontakt & Infos

Martin Luther Forum Ruhr
Bülser Str. 38
45964 Gladbeck

Öffnungszeiten

Dauerausstellung "Reformation im Ruhrgebiet"
Mi 19.00 - 21.00 Uhr
Fr 14.00 - 17.00 Uhr

Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich.
Voranmeldung im Projektbüro erforderlich.
Fon: 02043 7849712 oder E-Mail: info(at)lutherforum-ruhr.de

 

ÖPNV

Vom Oberhof Gladbeck / Bahnhof Gladbeck Ost mit Bus 255 bis "Martin Luther Forum Ruhr"