Wasserwerk Bockum

Kolbenpumpen-Dampfmaschine im Bockumer Wasserwerk. Foto: RIK/Reinhold Budde
Kolbenpumpen-Dampfmaschine im Bockumer Wasserwerk. Foto: RIK/Reinhold Budde

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Anzahl der Duisburger Bevölkerung so stark zugenommen, dass die Duisburger Stadtwerke sich veranlasst sahen, ein zweites Wasserwerk als Ergänzung ihrer bisherigen Wasserversorgung zu bauen. Die zentrale Wasserversorgung in Duisburg hatte 1875 begonnen, als das Wasserwerk Aakerfähre an der Ruhr und ein Rohrleitungsnetz zur Verteilung des Wassers in Betrieb genommen wurden.

Zum Bau ihres zweiten Wasserwerks nutzten die Stadtwerke das wasserreiche Mündungsgebiet des Flüsschens Anger, das südlich des Duisburger Stadtgebietes in den Rhein fließt. Hier entstand zwischen 1908 und 1911 ein neoklassizistischer Gebäudekomplex mit Portikus, Maschinen- und Kesselhaus. Auch im Inneren ist die Architektur durch klassizistische Formen geprägt. In einer großzügigen Halle stehen drei noch betriebsfähige Doppelzylinder-Verbunddampfmaschinen mit Kolbenpumpen. Sie können durch Hoch- und Niederdruckzylinder sowie Vakuumpumpbetrieb gleich dreifach die Dampfkraft ausnutzen. Zwei Dampfmaschinen wurden 1912 von der „Maschinenfabrik Thyssen & Co./Mülheim a.d. Ruhr“ und der „Maschinenfabrik Esslingen G. Kuhn GmbH“ in Stuttgart gebaut, eine weitere 1914 von der „Ascherslebener Maschinenbau- AG“. Die Dampfmaschinen  erreichten eine Tagesförderleistung von maximal 30.000 Kubikmetern Trinkwasser. 


Eine seit der Stilllegung des Wasserwerks 1989 geplante museale Dauernutzung erweist sich als schwierig, weil sich das Gebäude im Wassergewinnungsgebiet befindet und deshalb der Zugang streng reglementiert wird. Eine Nutzung für Einzelveranstaltungen ist aber möglich und auch eine Besichtigung durch Besuchergruppen kann nach Anmeldung erfolgen.

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Kontakt & Infos

Wasserwerk Bockum
Wasserwerksweg 40
40489 Düsseldorf-Wittlaer/Bockum
Anmeldung für Besichtigung unter besucherservice@dvv.de oder unter

ÖPNV

Von Düsseldorf Hbf oder Duisburg Hbf mit Stadtbahn U79 bis Wittlaer, dann mit Bus 760 bis „Wasserwerksweg“, dann 10 Min. Fußweg