Hasper Talsperre

Hasper Talsperre, Staumauer um 1923. Quelle: Ruhrverband
Hasper Talsperre, Staumauer um 1923. Quelle: Ruhrverband

Die Hasper Talsperre wurde in den Jahren zwischen 1901 und 1904 von der Stadt Haspe erbaut. Der Stausee umfasst eine Fläche von 18 Hektar. Bis 1934 mussten aus der Hasper Talsperre neben dem Trinkwasser werktäglich mindestens 9.000 Kubikmeter für die unterhalb ansässigen Triebwerksbesitzer bereitgestellt werden. Seitdem dient die Sperre ausschließlich der Trinkwasserbereitstellung für das seit 1929 mit Hagen vereinigte Stadtgebiet.

Das Wasser des Hasper Baches wurde mit Hilfe einer Talsperrenmauer aufgestaut, die durch ihre qualitätvolle Gestaltung mit historisierenden Anklängen auffällt. Die Schwergewichtsmauer mit ihren Turmaufsätzen erinnert an das Aussehen einer mittelalterlichen Burgmauer. Auf der konvex gebogenen Staumauer aus Natursteinquadern befindet sich ein Fußweg, der durch Schutzgitter, die im Jugendstil gestaltet wurden, gesichert wird. Die Gitter sind luftseitig zwischen Natursteinpfeilern und wasserseitig zwischen gusseisernen Stützen angebracht. An der Wasserseite sind zwei runde Schiebertürme angeordnet, denen luftseitig am Fuß der Staumauer Schieberhäuschen zugeordnet sind.

Nördlich am Hang befindet sich die Hochwasserentlastung mit Überlaufkaskade, die seitlich an der Staumauer heruntergeführt wird. 1991 wurde die Talsperre umfangreich saniert. Dabei musste die Sperre für mehrere Jahre entleert werden. Die Mauer hat auf der Wasserseite eine neue Vorsatzschale aus Beton erhalten. Bei dem Sanierungsprogramm wurde weitgehend nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert, so dass überwiegend das historische Erscheinungsbild der Mauer mit den typischen Turmbauten erhalten blieb. Die Talsperre dient als reines Trinkwasserreservoir der Stadt Hagen und als naturnahes Freizeit- und Erholungsgebiet.

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Kontakt & Infos

Hasper Talsperre
Talsperrenweg
58256 Hagen-Haspe
Parkplatz am Viadukt Plessen, von dort 10 Minuten Fußweg

ÖPNV

Von Hagen Hbf mit Bus 511 bis „Beuke“, dann 30 Min. Fußweg; von Ennepetal Bus Bahnhof mit Bus 550 bis „Kerkenberg“, dann 15 Min. Fußweg