Aktuelles auf der Route Industriekultur

Die Geschichte der Industriekultur

Im Vordergrund, von links nach rechts: Dr. Jens Ferber (Geschäftsführer des WasserEisenLand e.V.), Stephan Sensen (Vorsitzender des WasserEisenLand e.V.), Karola Geiß-Netthöfel (RVR-Regionaldirektorin), Ulrich Heckmann (RVR-Referatsleiter "Industriekultur"). Foto: Dietmar Millhoff

Wasser und Eisen waren Jahrhunderte lang die prägenden Faktoren in Südwestfalen – im Ruhrgebiet gaben Kohle und Stahl den Takt vor. Von der stolzen Vergangenheit erzählen noch heute Zechen, Hochöfen, Hüttenwerke und Museen in beiden Regionen.

Künftig werden die benachbarten Netzwerke Route der Industriekultur in der Metropole Ruhr und „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen” noch enger auf Basis einer Kooperationsvereinbarung zusammenarbeiten. Für das touristische EFRE-Projekt „Kooperation Route der Industriekultur / WasserEisenLand“ steht bis Ende 2021 ein Gesamtvolumen von 360.000 Euro bereit, das von EU und Land NRW zu 80 Prozent gefördert wird.

Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Ulrich Heckmann vom Regionalverband Ruhr (RVR) sowie der Vorsitzende Stephan Sensen und Geschäftsführer Dr. Jens Ferber vom Verein WasserEisenLand haben das neue Bündnis in der vergangenen Woche „geschmiedet“. Geiß-Netthöfel: „Diese Kooperation ist ein deutliches Signal, dass sich die Metropole Ruhr und Südwestfalen nicht voneinander abgrenzen, sondern intensiv zusammenarbeiten wollen. Wir werden künftig die Geschichte der Industriekultur gemeinsam erzählen.“ Sensen ergänzt: „Mit der Kooperation besteht die einmalige Chance, die industrielle Entwicklung vom Vor- und Frühstadium über die Hoch-Phase bis hin zur Gegenwart im Zusammenhang kulturtouristisch erlebbar zu machen."

Arbeitsprogramm des neuen Bündnisses
Konkret wollen RVR und der Verein WasserEisenLand einen gemeinsamen Informationspunkt der Industriekultur in der Bessemerhalle des LWL-Industriemuseums Henrichshütte Hattingen errichten. Weiter sollen der RuhrtalRadweg und wichtige Eisenbahnlinien (Ruhr-Sieg-Strecke und Ruhrtalbahn) mit Hinweisschildern und ergänzenden multimedialen Informationen stärker industriekulturell ausgerichtet werden.

Gemeinsame Themenrouten und Erlebnispakete (beispielsweise zu Bergbau, Eisen/Stahl, Wasser) sollen entwickelt und vermarktet werden. Und auch bei den beiden Festivalformaten „ExtraSchicht“ und „Live in den Fabrikskes“ wollen die beiden Netzwerke enger miteinander kooperieren.

www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr.html
www.wassereisenland.de/