Aktuelles auf der Route Industriekultur

Glückauf Zukunft: Der lange Abschied von der Kohle

Foto: RAG

Das Ruhrgebiet ist in vielerlei Hinsicht „auf Kohle gebaut“. Wenn im Dezember 2018 die letzten Tonnen Steinkohle nach über 150 Jahren Industriegeschichte gefördert und die letzten beiden Zechen geschlossen werden, dann geht viel mehr zu Ende als nur ein großes Kapitel deutscher Industriegeschichte.

Die Filmemacher Werner Kubny und Petra Neukirchen schlagen in ihrem Dokumentarfilm „Der lange Abschied von der Kohle" den Bogen von den 1950er-Jahren, als die Kohleförderung ihren Höhepunkt erreichte, bis zum bevorstehenden endgültigen Aus. Der Dokumentarfilm begleitet Bergleute an ihre Arbeitsplätze unter und über Tage, beobachtet ihren persönlichen Abschied von der Kohle und lässt die besondere Atmosphäre aus Kameradschaft, Zuverlässigkeit und Solidarität spürbar werden. Der Film führt aber auch an die Orte, wo die Zukunft nach dem Bergbau schon längst begonnen hat.

Vor der Ausstrahlung im WDR Fernsehen Anfang des Jahres 2018 wird der Film in den Kinos im Ruhrgebiet gezeigt.

Die Kinotermine im Überblick:

13. Oktober, 18 Uhr: Filmforum Duisburg
14. Oktober, 18 Uhr: Filmforum Duisburg
15. Oktober, 12.30 Uhr: Central Kino Dorsten
15. Oktober, 12.30 Uhr: Casablanca Bochum / danach täglich um 15 oder 16 Uhr
15. Oktober, 18 Uhr: Schauburg Kino Dortmund
16. Oktober, 20.30 Uhr: Filmforum Duisburg
18. Oktober, 18 Uhr: Schauburg Gelsenkirchen
22. Oktober, 12.30 Uhr: Schauburg Gelsenkirchen
29. OKtober, 11.30 Uhr: Lichtburg Center Dinslaken
29. Oktober, 12.30 Uhr: Schauburg Gelsenkirchen

Der Dokumentarfilm ist Teil des Projektes „Glückauf Zukunft!“, das die RAG‐Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG zusammen mit der IG BCE  zum Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 ins Leben gerufen haben. Das Programm würdigt seine historischen Leistungen und setzt zugleich Signale des Aufbruchs für die Zeit danach. Eine aktuelle Zwischenbilanz nach zwei Jahren Laufzeit macht Mut: Die ersten Projekte fanden großen Anklang.

„Glückauf Zukunft!“ entwickelt sich mit beeindruckender Dynamik. „Was als Initiative der RAG‐Stiftung, der RAG und Evonik gemeinsam mit der IG BCE aus Verantwortung für die Bergbauregionen begann, ist zu einem breiten gesellschaftlichen Engagement geworden.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Werner Müller, Vorsitzender des Vorstands der RAG‐Stiftung, den bisherigen Fortschritt von „Glückauf Zukunft!“. Zum Start im April vergangenen Jahres hatten die Initiatoren alle wesentlichen Akteure im Ruhrgebiet eingeladen, sich einzubringen und an der zukünftigen Gestaltung des Reviers mitzuwirken.

Seitdem hat sich einiges getan. Viele bedeutende Institutionen haben das Angebot angenommen und bringen sich bei „Glückauf Zukunft!“ ein. Zahlreiche Organisationen planen Abschiedsveranstaltungen oder beteiligen sich an der Zukunftsgestaltung ihrer Region. „Die Verantwortlichen überlassen ihre Heimat nicht einfach ihrem Schicksal. Man spürt ein zunehmendes Selbstbewusstsein in den Bergbauregionen. Das finde ich gut und es stimmt mich optimistisch“, so Müller.

Weitere Informationen: www.glueckauf-zukunft.de

metropoleruhr.de #Route-Industriekultur