Aktuelles auf der Route Industriekultur

Landesgartenschau Kamp-Lintfort startet im April

Rendering: Landesgartenschau

2020 ist das Jahr der Landesgartenschau (Laga) Kamp-Lintfort. Von April bis Oktober 2020 bringt sie Bergbautradition und Klosterkultur zusammen. Unter dem Motto: „Alles im grünen Bereich - we werken samen“ präsentierten in dieser Woche verschiedene niederländische und deutsche Organisationen vom Niederrhein und aus Limburg einen gemeinsamen Ausstellungsbeitrag beim symbolischen Spatenstich im so genannten Zechenpark.

Laga-Geschäftsführer Heinrich Sperling bezeichnete das Ausstellungsprojekt als „Premiere“ auf einer nordrhein-westfälischen Laga. Wie Wissenschaft und innovative Technik Unternehmen in Gartenbau und Landwirtschaft unterstützen und zukunftsfähig machen können, sei in diesem Rahmen noch nicht gezeigt worden. Kernstück der Regional-Skills-Labs-Präsentationen wird der „Euregionale Groendag” am 17. Juni 2020 von 11 bis 15 Uhr sein, kündigte Schreiber an, zu dem zahlreiche Besucher und Netzwerkpartner aus Deutschland und den Niederlanden erwartet werden. Neben technischen Innovationen im grünen Bereich (z.B. Drohneneinsatz in Landwirtschaft und Gartenbau, Digitalisierung der Ausbildung, E-Learning zu kulturellen Unterschieden etc.) wird es kulinarische Neuheiten und interessante Podiumsdiskussionen mit unterschiedlichen Akteuren geben.

Die Laga 2020 soll Bergbautradition und Klosterkultur zusammenbringen. Auf dem Gelände, der ehemaligen Zeche Friedrich Heinrich (Bergwerk West), auf dem 2012 die letzte Kohle gefördert wurde, erinnert ein grüner Zechenpark samt Zentrum für Bergbautradition und Förderturm mit Aussichtsplattform an die jüngste Vergangenheit. Auf der Fläche des alten Bergwerkgeländes wird ein rund 170.000 Quadratmeter großer Park, der nach der Großveranstaltung öffentlich zugänglich sein soll, entstehen. Die denkmalgeschützen Anlagen des Klosters Kamp, die ebenfalls zum Landesgartenschaugelände gehören, entführen Besucher bis ins 12. Jahrhundert, in dem das erste Zisterzienserkloster auf deutschem Boden gegründet wurde.

Über eine zwei Kilometer lange „Erlebnisachse Wandelweg“ werden das historische Klostergelände sowie die in Teilen neu gestaltete Parklandschaft „Kamper Gartenreich“ mit dem Zechenpark verbunden. Einen sehr guten Überblick über Kamp-Lintfort und das insgesamt rund 40 Hektar große Gartenschaugelände gewinnen Besucher bei einem Aufstieg auf den 70 Meter hohen Förderturm des einstigen Bergwerks West, der zur Landesgartenschau zum Aussichtsturm umgebaut wird. Das Thema Bergbau  ist auch in anderen Bereichen der Laga sehr präsent, etwa als zentraler Bestandteil von Führungen sowie in einem neuen Zentrum für Bergbautradition, das auf dem Landesgartenschaugelände entsteht.

Bergwerk Friedrich Heinrich
Friedrich-Heinrich-Allee 63
47475 Kamp-Lintfort
www.kamp-lintfort2020.de

Das Bergwerk Friedrich Heinrich ist ein Standort auf der Themenroute 17 „Rheinische Bergbauroute”.

Das Kloster Kamp ist ein Standort auf der Themenroute 22 „Mythos Ruhrgebiet”.