Aktuelles auf der Route Industriekultur

LWL-Industriemuseen eröffnen Ausstellungen

Alles nur geklaut.

Gleich drei LWL-Industriemuseen in der Metropole Ruhr eröffnen zum Ende dieses Monats hin Sonderausstellungen. Bereits seit Oktober 2018 zeigt zudem die Henrichshütte Hattingen „Hidden Costs” mit Fotografien von J Henry Fair. Hinzu kommen nun:


Zeche Zollern: Alles nur geklaut?

Die Entwicklung moderner Gesellschaften ist maßgeblich davon beeinflusst, wie Wissen erlangt, geteilt und geschützt wird. Auf 1000 Quadratmetern zeigt die Ausstellung die abenteuerlichen Wege des Wissens durch die Jahrhunderte bis heute. Sie stellt Erfinder, Spione und Whistleblower vor und lädt zum Mitmachen ein. Besucher knacken Codes in geheimen Kammern des Wissens, unterscheiden im Sachverständigenlabor zwischen Original und Fälschung und schicken Selfies in eine „Cloud“ über ihren Köpfen. Das Spektrum der Exponate reicht vom 3000 Jahre alten Scheibenrad über Objekte wie eine BH-Minikamera und die Verschlüsselungsmaschine Enigma bis hin zur elektronischen Fußfessel.

23. März - 13. Oktober 2019
Zeche Zollern, Dortmund

 

Zeche Hannover: Was von der Zeche bleibt. Bilder nach der Kohle

„Was von der Zeche bleibt“ – das zeigen großformatige Schwarzweiß- und Farbbilder des Fotografen Bernd Langmack aus den vergangenen drei Jahrzehnten. Aufgenommen wurde die Situation zahlreicher Zechen im Ruhrgebiet nach ihrer Schließung - im ruinösen Zustand, im Abriss, in der kulturellen oder wirtschaftlichen Umnutzung. Ein besonderes Interesse gilt den Relikten der montanindustriellen Großbauten: den übrig gebliebenen Bauwerken der Zechen, ihren typischen Nach- und Umnutzungen in Form von Industriebrachen, Gewerbegebieten, Einkaufszentren oder Orten der Kultur. Bernd Langmacks Fotografien sind ein Kaleidoskop der ehemaligen Bergbauregion Ruhrgebiet nach dem Ende der Kohle.

30. März - 30. Juni 2019
Zeche Hannover, Bochum

 

Schiffshebewerk Henrichenburg: Berührte Landschaften. Fotografien

Der langjährige Zeitungs-Fotograf der WAZ, Udo Kreikenbohm, hat bei seinen Reisen durch das Ruhrgebiet viele Bilder gemacht, die nicht die bekannten Sehenswürdigkeiten zwischen Duisburg und Dortmund, Hattingen und Marl zeigen. Er fotografiert in den Zwischenräumen, in denen sich die Menschen bewegen, ihre Spuren hinterlassen. Die „berührten Landschaften“ lenken den Blick auf Situationen, wie wir sie überall im Ruhrgebiet finden. Diese Bilder taugen nicht für Schlagzeilen. Eine Ausstellung auf dem Lastkahn „Ostara“.

31. März - 3. November 2019
Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop