Aktuelles auf der Route Industriekultur

Raubbau: Rohstoffgewinnung weltweit

Schaufelradbagger im rheinischen Braunkohlentagebau Garzweiler. Foto: Sebastian Mölleken

Ob Smartphones, Akkus oder Computerbildschirme - in vielen modernen Produkten stecken wertvolle Rohstoffe. Die Nachfrage nach Metallen wie Lithium, Kobalt und Gold steigt weltweit, doch der Preis ihrer Gewinnung ist hoch: Arbeiter werden ausgebeutet, Landschaften durch den Abbau zerstört und die Ressourcen täglich verringert. Um Auswirkungen des „Raubbaus” auf Mensch und Umwelt sowie nachhaltige Alternativen geht es in einer neuen Ausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bis zum 15. Dezember in seinem Wittener Industriemuseum Zeche Nachtigall zeigt.

Vom Kleinbergbau nach Zinn im Kongo, von jungen Goldschlammtauchern auf den Philippinen, von der Sandgewinnung am Victoriasee in Uganda oder dem Lithiumabbau in Chile und Bolivien - Fotografien von Abbaugebieten in aller Welt zeigen Raubbau bei der Rohstoffgewinnung. Verschiedene Mineralien und die daraus hergestellten Produkte - von der Batterie eines Elektroautos bis zum Zahnimplantat - sind zu sehen. Die Ausstellung „Raubbau” ist Teil des Verbundprojektes „Alles nur geklaut? Die abenteuerlichen Wege des Wissens” mit insgesamt sechs Ausstellungen an verschiedenen Standorten des LWL-Industriemuseums.

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Telefon:
+49 (0) 2302 / 93 66 4-0
www.lwl-industriemuseum.de

Die Zeche Nachtigall ist ein Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur.