Aktuelles auf der Route Industriekultur

Reinhold Budde verstorben

Reinhold Budde.

Reinhold Budde ist tot. Einer der Pioniere der Route der Industriekultur starb unerwartet am 24. Mai 2019 in Witten. Als intimer Kenner der Industriekultur, als Netzwerker und Macher prägte Budde den Umgang mit dem industriellen Erbe nicht nur im Ruhrgebiet entscheidend.

Budde war seit 1979 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2014 beim Kommunalverband Ruhrgebiet, heute Regionalverband Ruhr, als Teamleiter und Betriebsleiter des damaligen Eigenbetriebs Route der Industriekultur tätig. Bereits im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park (1990-99) wirkte er maßgeblich am Aufbau des größten industriekulturellen Netzwerks in Deutschland mit. Auf seine Initiative gehen die Eröffnung und Weiterentwicklung der Route der Industriekultur zurück, denn schon damals erkannte Reinhold Budde den Wert der Industriekultur als touristisches Alleinstellungsmerkmal und Entwicklungsfaktor des Ruhrgebiets.

Als Eisenbahnfreund galt seine persönliche Leidenschaft den Stahlrössern und ihren Schienenwegen. Nach Ende seiner aktiven Berufsphase konnte Budde seine Aktivitäten ganz seinem Hobby widmen. Als langjähriges aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) übernahm er die Leitung des dortigen Archivs.

Sein immenses Wissen, sein unermüdlicher Einsatz und sein außerordentliches Engagement brachten Reinhold Budde großen Respekt und Bewunderung bei Mitarbeitern, Vorgesetzten und Fachkollegen ein. Mit seiner ruhigen, freundlichen Art sowie seiner fachliche Kompetenz war Budde ein unvergleichlicher Ratgeber. Sein Tod reißt eine tiefe Lücke in die industriekulturelle Szene Deutschlands.