Aktuelles auf der Route Industriekultur

Wanderausstellung zur Route in Barcelona

Die Wanderausstellung der Route der Industriekultur beendet ihre Reise in Barcelona. Foto: mNACTEC

Die Wanderausstellung zur Route der Industriekultur des Regionalverbandes Ruhr (RVR) erreicht im Oktober die letzte Station ihrer Tour durch die spanische Region Katalonien. Am 17.Oktober öffnet die Schau im Stadthistorischen Museum von Barcelona ihre Pforten - genauer: am Standort MUHBA Oliva Artés, einer ehemaligen Fabrik. Bis zum 10. Januar präsentiert sich das Ruhrgebiet mit seinem industriekulturellen Erbe in der katalanischen Hauptstadt.

Die Eröffnung am 17. und 18. Oktober wird flankiert von einer europäischen Tagung. Unter dem Titel „Grammatiken der Industriekultur ­- die Neuerfindung von Städten und Regionen“ diskutieren Stadtentwickler, Architekten und Planer über Herausforderungen und Entwicklungen im europäischen Kontext. Sechs Beispiele des Umgangs mit den Relikten der alten Industrien stehen im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen. Großstädtische Kontexte wie in Berlin, Barcelona und Havanna werden denen in ehemaligen Industrieregionen wie dem Ruhrgebiet, dem nordfranzösischen Kohlerevier Bassin Minier und der ehemaligen Textil-Hochburg Katalonien gegenübergestellt.

Die Ausstellungsreise durch Katalonien hatte im Mai im Nationalen Wissenschafts- und Technikmuseum in Terrassa begonnen. Im Sommer tourte die Schau durch das Hinterland von Katalonien zum Museum der Colònia Vidal. Letzte Station ist nun Barcelona.

Auch Katalonien hat in den letzten Jahrzehnten eine Deindustrialisierung der traditionellen Wirtschaftszweige erlebt. Anders als im Ruhrgebiet kämpfte die Region nicht mit dem Ende des Steinkohlenbergbaus, sondern mit Schließungen in der Textilindustrie. Gleichzeitig entstand mit der Krise in Katalonien, wie im Ruhrgebiet, ein Bewusstsein für das industrielle Erbe, das bewahrt und erlebt werden soll.

Insgesamt 20 Informationstafeln informieren in deutscher und katalanischer Sprache über die Industriekultur im Ruhrgebiet und ihre Entwicklung. Dabei erhalten die Besucher einen Überblick über die 400 Kilometer lange Route mit den ehemaligen Hüttenwerken, Zechen und Kokereien, Halden und denkmalgeschützten Arbeitersiedlungen. Außerdem zeigen fünf Tafeln, wie das industrielle Erbe für Besucher erlebbar gemacht wird, u.a. durch Fahrradkarten.

Weitere Informationen zur Ausstellung sind hier zu finden.

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