Hohensyburg

Foto: RIK/ Guntram Walter

Die am steilen Westhang des Sybergs in ehemals strategisch günstiger Lage errichtete sächsische Wallburg "Sigiburg" wurde 775 vom fränkischen Heer Karls des Großen erobert.  Der Bau der ersten steinernen Syburg wird auf 1150 datiert. Sie diente der Sicherung des nahe gelegenen Reichshofs Westhofen. Im Jahr 1287 ließ Graf Engelbert III. Von der Mark die Burg zerstören, um das Raubrittertum der Burgherren zu unterbinden. Heute beherbergt die Burgruine eine Gefallenen-Denkstätte.  

Foto: RIK/ Guntram Walter

Das am 30. Juni 1902 enthüllte Kaiser-Wilhelm-Denkmal zeigt den Kaiser zu Pferde sitzend vor einem 34 Meter hohen Turm, flankiert von den Nebenstandbildern Otto von Bismarcks und Graf von Moltkes. Das in neugotischem Stil als Dreiturmgruppe errichtete Denkmal wurde 1935 in Anlehnung an nationalsozialistische Architektur vollständig umgebaut, nur einer der aus Ruhrsandstein gefertigten Türme blieb erhalten.

Der achteckige, 26 Meter hohe neugotische Aussichtsturm wurde 1857 zum Andenken an den ersten Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Ludwig von Vincke (1774 - 1844) auf dem höchsten Punkt des Sybergs (244,63 m über NN) errichtet. Die Ehrung Vinckes erfolgte aufgrund großer Verdienste um den Aufbau Westfalens nach der französischen Herrschaft. Vincke war durch seine Heirat mit Eleonore von Sieberg zum Busch Eigentümer der mittelalterlichen Burgruine.

Seit 1945 befindet sich das Kaiserdenkmal wie auch die Burgruine und der Vincketurm im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Von der Aussichtsterrasse des Denkmals bietet sich dem Besucher ein weiter Blick auf das Ruhrtal, die Mündung der Lenne in die Ruhr und den Hengsteysee am Fuß des Berges. Bei gutem Wetter sind in der Ferne die Berge des nordwestlichen Sauerlandes zu erkennen. Richtet sich der Blick gen Westen, fällt er auf die Anlagen des Koepchenwerks, ein Pumpspeicherkraftwerk, das in Spitzenlastzeiten zur Energieversorgung des Ruhrgebiets beiträgt. 

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