Wegweisung

Entwicklung einer EuroVelo der Industriekultur

Ein touristischer Langstreckenradweg entlang des europäischen Kohlebandes im Rahmen von EuroVelo: Dass ein solches Vorhaben machbar und sinnvoll ist, belegt eine vom RVR als Träger der Route der Industriekultur in Auftrag gegebene Konzeptstudie. Und ein Anfang ist bereits gemacht: Weitere Industriekulturregionen haben ein großes Interesse daran, sich in einem neuen radtouristischen Netzwerk zusammenzuschließen.

EuroVelo ist ein Netzwerk von touristischen Langstreckenradwegen, die den ganzen europäischen Kontinent verbinden und zusammenbringen. EuroVelo setzt sich zurzeit aus 15 Routen zusammen, die vom ECF (EUROPEAN CYCLISTS` FEDERATION) getragen werden. Der ECF fördert und organisiert den Austausch von Informationen und Expertise zur Förderung des Radverkehrs und entsprechender zivilgesellschaftlicher Initiativen. Der ECF besitzt das Markenrecht für EuroVelo und koordiniert dessen Entwicklung auf europäischer Ebene.

Die Metropole Ruhr wird aktuell, abgesehen vom westlich verlaufenden Rheinradweg (EuroVelo 15) von keinem weiteren EuroVelo tangiert.

Seit Jahren wächst der Radtourismus in Deutschland: Laut aktuellen Zahlen des ADFC waren 2016 5,2 Millionen Radreisende unterwegs. Dabei  steht Deutschland als Ziel ganz oben: 70 Prozent der für 2019 geplanten Radurlaube sollen im Inland stattfinden. Der Radtourismus hat sich in Deutschland seit Jahren zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Grafik der geplanten Route.

Konzeptstudie bestätigt Machbarkeit

Im Rahmen einer vom RVR beauftragten Konzeptstudie ist die grundsätzliche Machbarkeit der Projektidee bestätigt worden. Durch die geplante Linienführung entlang des europäischen Kohlebandes wird das gemeinsame Alleinstellungsmerkmal „Kohle und Stahl“ als Leitthema aufgegriffen. Sie verläuft auf eine Länge von insgesamt 3.700 Kilometern von den Industrieregionen Süd-Wales /Cornwall über Nordfrankreich, Belgien, dem Saarland, das Ruhrgebiet, Berlin und Oberschlesien bis nach Tschechien.

Als weiteres Ergebnis der Konzeptstudie ist hervorzuheben, dass von Seiten der kontaktierten Industriekulturregionen ein großes Interesse besteht, sich in einem neuen radtouristischen Netzwerk zusammenzuschließen. Dabei kann auf vorhandene Netzwerkplattformen wie die Europäische Route der Industriekultur oder das so genannte „Weimarer Dreieck“ zurückgegriffen werden. Für den RVR als Träger der Route der Industriekultur besteht mit diesem Projekt die Chance, sich als internationaler kompetenter Initiator und Koordinator zu profilieren und vorhandene Netzwerkkontakte einzubringen.

So diskutierten Expertinnen und Experten aus Luxemburg, Deutschland, Polen und Tschechien vom 28. bis 29. Juni 2019 im Rahmen eines Workshops und der ExtraSchicht das weitere Vorgehen in diesem spannenden Projekt. Dieser fachliche Austausch wird im September 2019 in Kattowitz/Oberschlesien fortgeführt.

Die EuroVelo-Routen in Europa

EuroVelo setzt sich aktuell aus 15 Routen zusammen, die vom ECF getragen werden. Eine Übersicht über die einzelnen Strecken liefert Ihnen diese Karte (Quelle: EFC).

radrevier.ruhr

Zentrale Informationen zum radrevier.ruhr finden sich unter gleichlautender Internetadresse auch auf den Seiten Ruhr Tourismus GmbH (RTG).