Dammstraße

Dammstraße. Foto: RIK/ R. Budde
Dammstraße. Foto: RIK/ R. Budde

Nahe dem Ruhrorter Schiffsbauplatz und den Lagerplätzen an der Ruhrmündung entstehen im späteren 18. Jahrhundert stattliche Wohn- und Kontorhäuser, so auch für die Brüder Wilhelm und Cornelius Borgemeister, die zu den Pionieren der Schifffahrt und des Kohlehandels in Ruhrort zählen. Haus Dammstraße 25 wurde, mit einem barocken Schweifgiebel zur Straßenseite und zwei Kellergeschossen als Lagerräume, 1787 errichtet, schräg gegenüber das traufständige, fünfachsige Haus Nr. 16 bereits 1776. Nach mehreren Hochwasserkatastrophen, ließ man ab 1796 einen Damm aufschütten und eine Straße auf der Dammkrone anlegen, weshalb die älteren Häuser unter dem heutigen Straßenniveau liegen.

Während die östliche Häuserzeile bis etwa 1915 geschlossen wurde, entstanden auf der Hafenseite die letzten Gebäude erst nach 1950. Dazu zählt auch Dammstraße 15-17 "Haus Rhein" auf L-förmigem Grundriss, mit großzügig verglastem Treppenhaus und einem Sitzungssaal im Obergeschoss. Es wurde 1954 nach den Plänen des Düsseldorfer Architekten Wilhelm Schmidt für den "Verein für Europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen" errichtet. Der VBW hat noch heute hier seinen Sitz und dokumentiert die kontinuierliche Bedeutung Ruhrorts und der Duisburg-Ruhrorter Häfen im europäischen Kontext.

Nach Plänen desselben Architekten entstand 1951-53 der Neubau der Schifferbörse. 1956 kam das Haus Dammstraße 19 für die Mannesmann Reederei hinzu und auf dem gegenüberliegenden Homberger Ufer 1965 die ehemalige Verwaltung der Rhenania Allgemeine Speditions AG, heute Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein. 

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Kontakt & Infos

Häuser Wilhelm u. Cornelius Borgemeister, weitere Bebauung
Dammstraße
47119 Duisburg-Ruhrort

ÖPNV

Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 901 bis "Tausendfensterhaus" oder "Karlstraße", dann ca. 5 Minuten Fußweg. Von Oberhausen Hbf mit RegionalBahn RB 36 bis "Duisburg-Ruhrort", dann ca. 10 Minuten Fußweg