Fußgängerbrücke und Marina

Fußgängerbrücke. Foto: RIK/ Guntram Walter
Fußgängerbrücke. Foto: RIK/ Guntram Walter

Wer einen ehemals industriell genutzten Hafen für die Stadt und ihre Menschen öffnen will, muss Brücken schlagen. Neben dem Porthmouth Damm stellt seit 1999 die sog. Buckelbrücke vom Yitzhak-Rabin-Platz aus die Verbindung zur Hafennordseite und der Schifferstraße her. Es ist die einzige bewegliche Hängebrücke der Welt und erdacht hat sie der Ingenieur Jörg Schlaich aus Stuttgart. An vier Pylonen hängt der 150 t schwere Brückensteg, der aus 14 beweglich miteinander verbundenen Einzelelementen besteht. Um größeren Schiffen die Druchfahrt zu gewähren, kann sie einen Katzenbuckel machen: die Pylone werden durch Hydraulikzylinder landeinwärts gezogen, sodass sich das Tragseil spannt und die Brückenmitte nach oben gezogen wird. Dann ist der Steg so steil, dass er nicht mehr begangen werden darf. Die Hydraulik wird vom Leitstand der Schwanentorbrücke aus bedient. Das Ganze wirkt luftig leicht und in den Geländerstangen leuchten abends Lichtpunkte, sodass es aussieht, als ob Glühwürmchen über dem Hafenkanal schwebten.

Neben dem Steg wurde 2001 nach dem Design von Foster und Partners eine Marina für Sportboote mit Dauer- oder Tagesliegeplätzen, Servicegebäude und Tankstelle eröffnet. Vorläufer war 1978 ein Clubhaus der Marinekameradschaft Duisburg am Holzhafen. Am Kai darüber erhebt sich ein weiterer neuer Bürokomplex, "Five Boats" nach dem Entwurf des Engländers Nicholas Grimshaw. Die fünf gerundeten Glaskörper, die nach Süden ausfächern, antworten auf die Bögen der Synagoge gegenüber und bieten gleichzeitig den Büros optimale Aussicht. 

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Kontakt & Infos

Marina Duisburg
Schifferstraße 90
47051 Duisburg

ÖPNV

Von Duisburg Hbf (Osteingang) mit Bus 934 bis "Innenhafen"