Ölinsel, Kohleinsel, Schrottinsel

Kohleninsel. Foto: RIK/ Guntram Walter
Kohleninsel. Foto: RIK/ Guntram Walter

Südwestlich von Nord- und Südhafen wurden 1903-1908 drei weitere Hafenbecken mit neuer Zufahrt über den Hafenkanal ausgehoben. Statt anschaulicher Namen erhielten sie die nüchterne Bezeichnung A, B und C. Ihre Länge betrug jeweils 1.200 m, die Sohlenbreite 106 m. Seither wurde vieles im Umfeld verändert, u.a. 1987 das Becken C am Ostufer um 40 m durch Aufschütten verschmälert, um, schon auf Meidericher Gebiet, Land zu gewinnen. Auf den Landzungen zwischen den Hafenbecken werden die Hauptumschlaggüter getrennt abgefertigt, es entstand eine Ölinsel, eine Kohle- und eine Schrottinsel.

Bereits Ende der 1950er Jahre verdrängten die ersten Tankanalagen auf der Ölinsel den bisherigen Kohleumschlag, Rohöl-Pipelines verbinden die Tanks mit den Raffinerien des Ruhrgebiets. Die Umstellung auf eine neue Energiebasis kündigt sich an. Bereits 1965 rangiert Mineralöl bei den Hafenumschlaggütern hinter Erz an zweiter Stelle.

Auf der Kohleinsel schuf 1984 eine neue Kohlemisch- und Verladeanlage die Voraussetzungen dafür, dass trotz rückläufiger Umsätze bei der deutschen Steinkohle die Umschlagszahlen für Kohle im Hafen deutliche Zuwächse verzeichneten. Ging es früher noch überwiegend um das Verladen von Ruhrkohle und die Versorgung der zahlreichen Hüttenwerke u.a. in Laar und Hamborn, so überwiegt heute der Import bei weitem. Hierführ entstand 1997 am Rheinufer in Kaßlerfeld auf Geländer der ehemaligen Kupferhütte der neue Rheinkai Nord "Masslog" als modernes Importkohle-Terminal.

Die Schrottinsel, wie die Kohleinsel für den Umschlag von Massengütern ausgestattet, wird zum größten Schrottplatz Europas. Die Höhe der Schrottgebirge ist sichtbarer Indikator für die Stahlkonjunktur.  

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Kontakt & Infos

Ölinsel, Kohleinsel, Schrottinsel
47138 Duisburg-Ruhrort

ÖPNV

Von Duisburg Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 901 bis "Albertstraße", dann 15 bis 20 Minuten Fußweg über Pontwert