Arbeitersiedlung Ottekampshof

Arbeitersiedlung Ottekampshof. Foto: RIK/ Guntram Walter
Arbeitersiedlung Ottekampshof. Foto: RIK/ Guntram Walter

Parallel zum Ausbau der ersten großen Siedlung entstand südlich der Schacht- anlage 4/5/11 die zweite große Kolonie Ottekampshof. Auch ihr Name leitet sich von dem Bauern ab, der 1867 Hof und Land an Zollverein verkaufte. 15.800 Taler hatte er dafür erhalten. Je nach Bedarf hatte Zollverein umliegende Höfe und Ländereien aufgekauft. Im Jahr 1876 belief sich der Grundbesitz auf 14,6 ha.

Im Jahr 1873 begannen die Bauarbeiten für die neue Arbeitersiedlung im heutigen Josef-Oertgen-Weg, benannt nach dem ersten Betriebsführer und späteren Zechendirektor. Oertgen war auch im Gemeinderat und im Orts- vorstand Katernberg. Bei der Bekämpfung der Cholera-Epidemie 1866/67 zeichnete er sich durch Mut und Entschlossenheit besonders aus.

Nach ihrem Ausbau umfasste die Siedlung, die sich von der Schacht- anlage weit nach Süden erstreckte, drei parallel verlaufende Straßenzüge sowie einige kleinere Querstraßen. Von der nicht komplett erhaltenen Siedlung geben vor allem die Häuser im Nien- huser Busch und am Drokamp den ursprünglichen Charakter am Besten wieder. In jedem der in den 1890er Jahren gebauten Häusern fanden vier Familien eine Bleibe.  

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Kontakt & Infos

Arbeitersiedlung Ottekampshof
Nienhauser Busch/ Drokamp
42327 Essen-Katernberg

ÖPNV

Von Essen Hbf mit Straßenbahn 107 bis "Nienhuser Busch", dann ca. 8 Minuten Fußweg.