Jugendhalle Schonnebeck

Jugendhalle Schonnebeck. Foto: RIK/ R. Budde
Jugendhalle Schonnebeck. Foto: RIK/ R. Budde

Auch vor hundert Jahren war es für Kinder und Jugendliche nicht einfach einen Ort zu finden, wo sie unter sich sein und sich austoben konnten. Im Sommer war das kein großes Problem, denn so lange nicht alles zu- und verbaut war, fanden sie noch genügend Freiräume für ihre Spiele. Aber im Winter sah das anders aus. In den engen und überfüllten Wohnräumen hatten sie keine Chance ihrem Bewegungs- drang freien Lauf zu lassen, Familienkonflikte waren vorprogrammiert.

Vielen Gemeinden, so auch der Katernberger fehlte das Geld, um Räumlichkeiten für die Gemeinschaft, ob jung oder alt, zu schaffen. Dieses Problem versuchten Architekten des Deutschen Werkbundes zu lösen, unter ihnen auch der Architekt der Krupp-Siedlung Margarethenhöhe, Georg Metzendorf. Er entwarf für die Kölner Ausstellung des Deutschen Werkbundes 1914 ein transportables Gebäude als Beispiel für eine preisgünstige Veranstaltungshalle, die sich auch kleine Gemeinden leisten konnten. Die Bürgermeisterei Stoppenberg nutzte die Gelegenheit und kaufte für 28.000 Mark die als zerlegbare Holzkonstruktion konzipierte Halle. Nachdem Zollverein kostenlos ein Grundstück am Marktplatz Schonnebeck zur Verfügung gestellt hatte, wurde die Halle dort aufgebaut. Seitdem hatte die Bürgermeisterei einen Treffpunkt für Sport, Tanz und Geselligkeit.

Entfremdet wurde die Halle zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, als man sie als Lager für französische und italienische Zwangsarbeiter nutzte.

Heute ist die als Denkmal anerkannte Jugendhalle restauriert und wird vom Essener Sportbund betrieben, der auch ein kleines Café integriert hat. 

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Kontakt & Infos

Jugendhalle Schonnebeck
Karl-Meyer-Straße
45309 Essen-Schonnebeck

ÖPNV

Von Essen Hbf mit Straßenbahnlinie 107 bis  "Abzweig Katernberg.", mit Bus 348 bis "Ückendorfer Str.", dann 3 Minuten Faßweg.