Wasserwerk Bockum

Wasserwerk Bockum. Foto: RIK / R. Budde
Wasserwerk Bockum. Foto: RIK / R. Budde

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Anzahl der Duisburger Bevölkerung so stark zugenommen, dass die Duisburger Stadtwerke sich veranlasst sahen, ein zweites Wasserwerk als Ergänzung ihrer bisherigen Wasserversorgung zu bauen. Die zentrale Wasserversorgung in Duisburg hatte 1875 begonnen, als das Wasserwerk Aakerfähre an der Ruhr und ein Rohrleitungsnetz zur Verteilung des Wassers in Betrieb genommen wurden. Zum Bau ihres zweiten Wasserwerks nutzten die Stadtwerke das wasserreiche Mündungsgebiet des Flüsschens Anger, das südlich des Duisburger Stadtgebietes in den Rhein fließt. Hier entstand zwischen 1908 und 1911 ein neoklassizistischer Gebäudekomplex mit Portikus, Maschinen- und Kesselhaus. Auch im Inneren ist die Architektur durch klassizistische Formen geprägt . In einer großzügigen Halle stehen drei betriebsfähige Doppelzylinderverbunddampfmaschinen (dreifach Dampfnutzen durch Hoch- und Niederdruckzylinder sowie Vakuumtrieb durch Pumpe.) mit Kolbenpumpen. Sie erreichten eine Tagesförderleistung von maximal 30.000 m³ Trinkwasser.

Seit der Stilllegung 1989 des Wasserwerks wird die Erhaltung als Museum geplant, aber immer wieder verworfen, weil sich das Gebäude im Wassergewinnungsgebiet befindet, so dass der Zugang streng reglementiert wird. Dennoch kann die wunderschöne Anlage gelegentlich von Gruppen nach Anmeldung besichtigt werden. 

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Kontakt & Infos

Wasserwerk Bockum
Wasserwerksweg 40
40489 Düsseldorf-Wittlaer/Bockum
Anmeldung für Besichtigung unter besucherservice@dvv.de oder unter

ÖPNV

Von Düsseldorf Hbf oder Duisburg Hbf mit Stadtbahn U79 bis Wittlaer, dann mit Bus 760 bis „Wasserwerksweg“, dann 10 Min. Fußweg