Bert-Brecht-Haus

Bert-Brecht-Haus. Foto: RIK/ Guntram Walter
Bert-Brecht-Haus. Foto: RIK/ Guntram Walter

Das ehemalige Warenhaus Tietz, heute Kulturzentrum Bert-Brecht-Haus, gehört zu den qualitätvollsten und beeindruckendsten Gebäuden des Oberhausener Backsteinexpressionismus. Erbaut wurde das Warenhaus 1928 nach Entwürfen des Kölner Regierungsbaumeisters Otto Scheib als Verkaufsstelle der Firma Tietz. Scheib orientierte sich an dem Hamburger Chile-Haus, das von dem führenden Vertreter des norddeutschen Backsteinexpressionis- mus Fritz Höger zwischen 1922 und 1924 errichtet worden war.

Innerhalb eines Jahres entstand ein Bau über sieben Stockwerke. Bereits 1925 war der hintere fünfgeschossige Teil des Bauwerks errichtet worden, in dem die katholische Zeitung "Ruhrwacht" ihren Sitz hatte. Am 3. Oktober 1928 wurde auf fünf Etagen das Kaufhaus Tietz eröffnet. Die Zwangsarisierung des Unternehmens im Jahre 1933 führte zum Übergang an die Kaufhauf AG, die das Kaufhaus bis 1961 betrieb, 1967 stellte auch die "Ruhrwacht" ihr Erscheinen ein.
 
Das Gebäude stand vor dem Abriss, ehe es die Stadt Oberhausen 1978 kaufte und das Baudenkmal zum Kulturzentrum ausbaute, in dem unter anderem die Volkshochschule und die Stadtbibliothek untergebracht sind. Bei der Neueröffnung 1985 wurde das Gebäude feierlich als Bert-Brecht-Haus der Öffentlichkeit vorgestellt.

zurück 6/43 vor

Kontakt & Infos

Bert-Brecht-Haus
Volkshochschule / Stadtbibliothek
Langemarkstraße 19-21
46042 Alt-Oberhausen

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf (Hauptausgang) ca. 5 Minuten Fußweg