Friedenskirche OB-Sterkrade

Friedenskirche Sterkrade. Foto: RIK/ R. Budde
Friedenskirche Sterkrade. Foto: RIK/ R. Budde

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Sterkrade so gut wie keine evangelischen Bewohner. Dies änderte sich erst mit dem industriellen Aufschwung. Die Familie des Mitbetreibers der Gutehoffnungshütte Gottlob Jacobi soll sich als erste evangelische in Sterkrade angesiedelt haben. 1838 kam es unter Führung des Hüttendirektors Wilhelm Lueg zur Gründung eines "Bundes der Evangelischen in und bei Sterkrade", 1846 konnte der erste Pfarrer eingestellt werden und 1848 kam es zur offiziellen Gründung der Evangelischen Kirchengemeinde Sterkrade.

Mit dem Bau der Friedenskirche wurde im September 1850 begonnen, im Juli 1852 wurde sie feierlich eingeweiht, gleichzeitg konnte das zugehörige Pfarrhaus bezogen werden. Architekt des Kirchenbaus, der klassizistische und gotische Elemente verbindet, war der Mülheimer Baumeister Wilhelm Dahmen. Charakteristisch sind die schlanken Türmchen an allen vier Ecken des Langhauses. Das Innere präsentiert sich als schlichte Saalkirche. Die Deckenkonstruktion erinnert an das Dach einer Industriehalle.

Während sich das äußere Erscheinungsbild der unter Denkmalschutz stehenden Kirche nur unwesentlich verändert hat, wurde das Innere mehrfach umgebaut. So entstand 1900 eine Empore und im Jahre 2002 wurde anläßlich des 150jährigen Jubiläums der Altarraum erweitert.

In unmittelbarer Nähe der Friedenskirche befindet sich der Evangelische Friedhof mit den Grabstellen der Familien Jacobi, Huyssen und Lueg. Gottlob Jacobi (1777-1823) war Miteigentümer und Direktor der 1810 gegründeten Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel & Huyssen, der Vorläuferin der Gutehoffnungshütte. Heinrich Huyssen (1779-1870), Essener Bürgermeister war Mitbegründer und stiller Teilhaber der Hüttengewerkschaft. Wilhelm Lueg (1792-1864) war nach dem Tod Gottlob Jacobis von 1823 bis 1864 Direktor der Hüttengewerkschaft. 

zurück 29/43 vor

Kontakt & Infos

Ev. Friedenskirche
Steinbrinkstr. 158
46145 Oberhausen-Sterkrade
Telefon: +49 (0) 208 / 668-265

Öffnungszeiten

nach Absprache

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf oder Oberhausen-Sterkrade Bf. mit Bus SB90, SB96 oder 122 bis "Rathaus Sterkrade"