Gusseiserner Eingangsbogen der GHH

Eingangsbogen GHH. Foto: RIK/ R. Budde
Eingangsbogen GHH. Foto: RIK/ R. Budde

Der gusseiserne Eingangsbogen erinnert an das Walzwerk Oberhausen der Gutehoffnungshütte, die "Alte Walz". Das dazugehörige Pförtnerhaus wurde Mitte der 1950er Jahre abgerissen, der Torbogen seitdem mehrmals versetzt.

Nach der Gründung der Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen wurde auf dem Werk Neu-Essen in Lirich ein neues Hammerwerk zur Herstellung von Stabeisen und Brammen gebaut. Nicht weit entfernt entstand bei Schloss Oberhausen an der Emscher, die damals in einem Bogen südlich des heutigen Rhein-Herne-Kanals floss, 1829/30 das Walzwerk Oberhausen. Es verarbeitete die Brammen zu Kessel- und Schiffsblechen, hauptsächlich für die unternehmenseigene Werft im Ruhrorter Hafen, und bildete den Anfang der Produktionsanlagen an der Essener Straße.

Mitte der 1830er Jahre wurde ein Puddelwerk in Betrieb genommen und das Walzwerk um eine Stabeisenstraße erweitert. Um die wachsende Nachfrage durch den Eisenbahnbau zu nutzen, folgte 1842 eine Walzenstraße für Schienen. Sie musste noch im gleichen Jahr vergrößert werden. Entsprechend rasant enwickelte sich das Werk weiter. Zwei Stabeisenstraßen kamen hinzu, das Blechwalzwerk wurde erneuert. Im Jahre 1858 war die Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen mit 3.558 Beschäftigten das größte Hüttenunternehmen im Ruhrgebiet.

Der Eingangsbogen stammt aus der Zeit um 1850. Er besteht aus zwei Pilastern mit toskanischen Kapitellen, die ein Korbbogen verbindet.  

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Kontakt & Infos

Gusseiserner Eingangsbogen der GHH
Essener Straße / Alte Walz
46047 Oberhausen-Neue Mitte

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf mit Bus 122, 185, 939 oder 957 bis "TZU"