Hauptlagerhaus der GHH

Hauptlagerhaus der GHH. Foto: RIK/ Guntram Walter
Hauptlagerhaus der GHH. Foto: RIK/ Guntram Walter

400.000 Reichsmark ließ sich die GHH alleine die Herstellung von Spezialziegeln für die Außenverkleidung kosten, und auch sonst zeugt der Lager- und Verwaltungskomplex vom "Wunsch des Bauherrn, Industrie in monumentaler Repräsentation darzustellen". Der geeignete Architekt, diesen Wunsch zu verwirklichen, war Peter Behrens (1868 - 1940), Leiter der Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Behrens hatte zunächst als Maler und Kunstgewerbler im Sinne des Jugendstils gewirkt. Die AEG berief ihn als künstlerischen Beirat nach Berlin, wo er mit der AEG-Turbinenhalle 1909 einen richtungweisenden Bau der modernen Industriearchitektur schuf. Peter Behrens erhielt 1920 von der GHH den Auftrag, als Gegenstück zur Hauptverwaltung ein Ensemble aus Lager- und Verwaltungsgebäude zu errichten.

Um das 93,30 m lange Hauptlagerhaus als Kernstück gruppieren sich die Hauptverwaltung III, das Torhaus und das Lager für Fette und Öle (hinter dem Hauptlagerhaus). Auch die Kraftfahrzeughalle mit Torhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Nr. 31) ist dem Komplex zuzurechnen. Architektonisches Grundelement ist der Kubus. „Der Kubus war das neue Zeichen, das auf Rationalität, Modernität und industrielle Fertigung verwies“ (Henle).

Heute verwendet das LVR-Industriemuseum das Lagerhaus als Zentraldepot. Die oberen Geschosse bilden den Rahmen für Ausstellungen zum Werk von Peter Behrens. 

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Peter Behrens Bau
Essener Straße 80
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