Johanniter-Krankenhaus Sterkrade

Johanniter-Krankenhaus Sterkrade, Foto: RIK/ R. Budde
Johanniter-Krankenhaus Sterkrade, Foto: RIK/ R. Budde

Für die Kommunen und Montankonzerne des Ruhrgebiets war eine zufrieden stellende medizinische Versorgung der Berg- und Hüttenarbeiter angesichts der besonderen gesundheitlichen Risiken dieser beiden Berufsstände ein wichtiges Anliegen. Das vom evangelischen Johanniterorden zwischen 1893 und 1895 errichtete Sterkrader Krankenhaus ist dafür ein gutes Beispiel. Der historische Teil der Dreiflügelanlage ist noch gut erhalten. Auf dem von der Gutehoffnungshütte zur Verfügung gestellten Gelände von 4,2 Hektar entstand die für zunächst 120 Betten ausgelegte "Heil- und Pflegeanstalt für kranke, sieche und rekonvaleszente Personen", die von dem namhaften Berliner Architekturbüro Heino Schmieden und Robert Speer geplant wurde. Der preußische Johanniterorden wurde 1812 als Orden adliger Protestanten gegründet und widmet sich der Krankenpflege. Das Johanniter-Krankenhaus in Sterkrade war das 47. Krankenhaus des Ordens. 

Das Krankenhaus besteht aus einem Längsflügel mit drei Quertrakten. Die rot-gelben Backsteinflächen sind von Tür- und Fensteröffnungen mit Zierelementen in Betonfertigteilen durchbrochen. Hinter de, Portalrisaliten im Obergeschoss befindet sich die Kapelle, die durch das Malteserkreuz in der Mauerfläche und Dachreiter hervorgehoben ist. Das Bauwerk wurde ab den 1940er Jahren mehrfach unter Verwendung von Backsteinelementen erweitert, zuletzt in den 1980er Jahren durch die Architekten Aribert und Thomas Riege. 

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Kontakt & Infos

Johanniter-Krankenhaus Oberhausen
Steinbrinkstr. 96a
46145 Oberhausen-Sterkrade
Telefon: +49 (0) 208 / 697-4000

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf oder Oberhausen-Sterkrade Bf. mit Bus 122 bis "Jonanniter Krankenhaus"