Themenroute 5 - Krupp und die Stadt Essen

Siedlung Altenhof. Foto: RIK/Reinhold Budde
Siedlung Altenhof 1. Foto: RIK / R. Budde

Von der Villa Hügel, dem Ausgangspunkt der Krupp-Tour durch Essen, ging eine Macht aus, die Stadt und Land entscheidend beeinflusste. Ein Mythos wurde hier geboren. Die Route präsentiert Stationen der Geschichte von Krupp und Essen, die exemplarisch die Entwicklung der Stadt unter wachsendem und wieder schwindendem Einfluss der Montanindustrie verdeutlichen. Auch wenn die „Krupp-Stadt“ im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges verschwunden ist, gibt es doch noch eine beträchtliche Anzahl von Erinnerungsorten, an denen sich die die über 200-jährige facettenreiche und spannende Krupp-Historie in Essen ablesen lässt. Darunter befinden sich spektakuläre Orte wie die Margarethenhöhe oder das Colosseum Theater, die mittlerweile über eine eigene touristische und kulturelle Anziehungskraft verfügen. Es gibt aber auch „verborgene“, nicht so glanzvolle Stationen, wie die Gedenktafeln an der Humboldt- und Grunertstraße, die an KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene erinnern, die unter unmenschlichen Bedingungen für Krupp arbeiten mussten. Endpunkt der Tour ist die neue Hauptverwaltung des Unternehmens, das „ThyssenKrupp Quartier“, das mit seinem spektakulären architektonischen Erscheinungsbild das Ende einer Ära, aber auch einen Neuanfang symbolisiert.

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Einleitungstext
Krupp und die Stadt Essen

Der Autor

Michael Clarke (Einleitungs- und Standorttexte): Historiker und Publizist, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Regionalverband Ruhr und am Ruhr Museum in Essen. Gästeführer an verschiedenen Standorten der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.