Ehemalige Bierhalle Kronenberg

Bierhalle Kronenberg, vor 1903, Quelle: Historisches Archiv Krupp
Bierhalle Kronenberg, vor 1903, Quelle: Historisches Archiv Krupp

Das Gebäude der ehemaligen Bierhalle, das heute von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Essen-Altendorf genutzt wird, ist das einzige noch erhaltene Bauwerk der Siedlung Kronenberg. Der größte Teil der Siedlung wurde 1938/39 abgerissen, um Platz für den weiteren Ausbau der Gussstahlfabrik zu schaffen.

Diese letzte von Alfred Krupp zwischen 1871 und 1874 errichtete Arbeiterkolonie entwickelte sich zu seinem größten Wohnungsbauvorhaben. Sie erstreckte sich vormals auf etwa 19 Hektar westlich der Gussstahlfabrik von der Altendorfer Straße bis zum heutigen Bahnhof Essen-West. Er ersetzte 1913 – zunächst unter dem Namen Altendorf-Süd – ein bis dahin als Bahnhof für die Bergisch-Märkische Eisenbahnstrecke genutztes Wohnhaus der Kolonie. Bis 1874 waren über 1.500 Wohnungen für etwa 8.000 Bewohner in überwiegend dreigeschossigen Häuserblocks entstanden. Die eher schmucklosen, reihenförmig angeordneten Backsteinhäuser der Siedlung waren schematisch in rechtwinkeliger Zuordnung angelegt. Bäume säumten die Straßen und die Häuserblocks waren von Gärten umgeben. Den Mittelpunkt der Siedlung bildete ein Marktplatz, an dem sich eine Konsumanstalt, ein Park sowie eine Bierhalle mit Versammlungssaal für bis zu 1.500 Personen befanden.

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Kontakt & Infos

Ehemalige Bierhalle Siedlung Kronenberg
Gemeindezentrum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Essen-Altendorf
Haedenkampstraße 30
45143 Essen

ÖPNV

Von Essen Hbf mit Straßenbahn 101 oder 105 bis „Kronenberg“, dann ca. 5 Min. Fußweg; vom S-Bf. Essen West ca. 10 Min. Fußweg