ETUF

Bootshaus ETUF. Foto: RIK/Reinhold Budde
Bootshaus ETUF. Foto: RIK / R. Budde

Die Geschichte des Essener Turn und Fechtklubs (ETUF) begann am 24. Mai 1884, als Mitglieder der stadtbürgerlichen Honoratiorenvereinigung „Gesellschaft Verein“, unter ihnen Friedrich Alfred Krupp, einen Fechtklub aus der Taufe hoben. Entscheidende Impulse gingen dabei von Friedrich Alfred Krupp aus, der zum Fechten als Gesundheitsertüchtigung einen sehr persönlichen Bezug hatte, diesen Sport aber auch als „standesgemäß“ für die Oberschichten ansah. Der Verein stand aber allen Essener Bürgern offen, die in der Lage und bereit waren einen Jahresbeitrag von 20 Mark zu bezahlen.

Friedrich Alfred Krupp setzte seine umfänglichen finanziellen Möglichkeiten gezielt ein, um den Verein voranzubringen. In der Nachbarschaft zum bereits bestehenden Kruppschen „Beamten-Casino“ am Limbecker Platz wurde ein neues Vereinsgebäude errichtet, das jetzt auch für Turnzwecke genutzt werden konnte. Krupp übernahm die Unterhaltungskosten für das Gebäude und bezahlte auch den Fechtmeister. Der Verein nahm durch die Einbeziehung der Turner einen deutlichen Aufschwung. Ab 1893 kam als nächstes das Tennisspielen hinzu, das Friedrich Alfred Krupp in England kennen gelernt hatte. Da die Sportflächen in der Essener Innenstadt dem ungestümen industriellem Wachstum früher oder später zum Opfer fallen mussten, suchte Krupp nach Alternativen, die er in der Umgebung des firmeneigenen Wasserwerks an der Ruhr unterhalb der Villa Hügel fand. Bei der Standortwahl und der Planung eines Bootshauses zu Erholungs- und Repräsentationszwecken mag auch sein neu gewecktes Interesse am Rudersport eine Rolle gespielt haben. Am 13. Juni 1899 wurde das Bootshaus dem Klub übergeben, bereits zwei Monate später war Kaiser Wilhelm II. während seines Besuches in Essen dort zu Gast.

Die Vereinsaktivitäten weiteten sich in der Folgezeit weiter aus: 1910 kam eine Hockey-Riege hinzu, in den 1920er Jahren wurde eine Wintersport- und Wanderabteilung mit einem Sportheim in Winterberg gegründet und 1932 wurde das Sportangebot um eine Segelriege erweitert. Der Schwerpunkt des Vereins verlagerte sich zunehmend an die Ruhr, wo mit der Entstehung des Baldeneysees Anfang der 1930er Jahre schließlich auf dem heutigen ETUF-Gelände eine dauerhafte Heimstatt für alle Sportriegen gefunden werden konnte.

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Kontakt & Infos

ETUF
Freiherr-vom-Stein-Straße 204 a
45133 Essen-Bredeney

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