Krupp'sche Beamtenhäuser

Krupp'sche Beamtenhäuser. Foto: RIK/Reinhold Budde
Krupp'sche Beamtenhäuser. Foto: RIK/Reinhold Budde

Neben den Arbeitersiedlungen und der Alten- und Invalidensiedlung Altenhof wurde auch für die Beamten (höhere Angestellten) der Firma Krupp Wohnraum geschaffen. 1905 gründeten sie einen Bauverein auf genossenschaftlicher Grundlage, um in moderner, einfacher Bauweise, praktische und preiswerte Mietwohnungen zu errichten. Die Firma Krupp unterstützte den Bauverein durch Bereitstellung von Grundstücken, Baumaterial und Darlehen. Auf diese Weise entstanden unter anderem im Norden und Süden der Goethestraße 19 Häuser mit 27 Wohnungen. Anders als die im Bereich Hölderlin-/ Kaupenstraße angrenzende Siedlung Friedrichshof, wurden die Beamtenhäuser nicht in Blockbebauung errichtet, sondern in offener Zeilenbauweise. Dadurch war zum einen Platz für Gartenanlagen vorhanden, zum anderen war der Wohnraum hell und sonnig. Ab 1910 übernahm Georg Metzendorf, der Architekt der Margarethenhöhe, die künstlerische und technische Betreuung der zwei- bis dreigeschossigen Häuser. Dabei richtete sich die Bauweise, anders etwa als bei den Kruppschen Arbeitersiedlungen, auch nach den Wünschen der künftigen Bewohner. Verschiedene Veranden, Terrassen, Verzierungen, Erker und Putzornamente gaben den Fassaden individuelle Erscheinungsformen. Die Beamtenhäuser Goethestraße 24-36 existieren heute noch, die übrigen wurden 1943 bei einem Luftangriff zerstört.

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Kontakt & Infos

Kruppsche Beamtenhäuser
Goethestraße 24-36, 56
45128 Essen (Südviertel)

ÖPNV

Von Essen Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit U-Stadtbahn U17 bis "Gemarkenplatz", dann 5 Minuten Fußweg