Siedlung Alfredshof

Siedlung Alfredshof, um 1896. Quelle: Historisches Archiv Krupp
Siedlung Alfredshof,  um 1896. Quelle: Historisches Archiv Krupp

Der Alfredshof wurde, ähnlich wie andere Krupp-Siedlungen auch, in unmittelbarer Nähe der Krupp'schen Gussstahlfabrik gebaut. Lediglich 2,5 Kilometer betrug die Entfernung zum Arbeitsplatz, die die Arbeiter von der Wohnung zur Fabrik zurücklegen mussten. Unter der Leitung von Robert Schmohl entstand die Siedlung in der Zeit zwischen 1893 und 1918. Der Alfredshof war bei seiner Fertigstellung mit 1.695 Wohneinheiten die größte Werkssiedlung der Firma Krupp. Der ältere, infolge von Kriegszerstörungen nicht mehr existierende Teil der Siedlung aus den Jahren 1893 bis 1899 befand sich südlich der Kruppstraße und westlich der Hobeisenstraße.

Wie die zuvor gebauten Werkssiedlungen Kronenberg, Schederhof und Baumhof war der Alfredshof durch breite Straßen streng schematisch gestaltet. Die Häuser waren im Cottage-Stil errichtet. Markt, Konsum und Bierhalle bildeten den Mittelpunkt der Siedlung.

Siedlung Alfredshof – RIK/P. Mzyk
Siedlung Alfredshof – RIK/P. Mzyk

Beim neueren Teil der Siedlung, der ab 1907 nördlich der heutigen A 40 entstand, konnten dagegen Durchgangsstraßen und schmale Wohnstraßen getrennt werden, da nach der Eingemeindung der Bürgermeisterei Altendorf die großzügigeren Baurichtlinien der Stadt Essen zur Anwendung kamen.

Durch eine geschlossene, mehrstöckige Bebauung wurden große Hofanlagen geschaffen, die durch Tore zugänglich waren. Die Höfe konnten als Spiel- bzw. Rasenflächen genutzt werden. Die Wohnungen im Alfredshof waren für die damalige Zeit vorbildlich. Sie verfügten über einen eigenen Flur, Koch- und Spülküche und eingebaute Speiseschränke.

Als einzig geschlossenes Viertel des Alfredshofs hat der mittlerweile renovierte sogenannte Simson Block im neueren Teil der Siedlung die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überstanden. Er wird im Norden von der Plankstraße, im Süden von der Kepler- bzw. Gemarkenstraße, im Westen von der Windscheid- und im Osten von der Carmerstraße begrenzt.

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Kontakt & Infos

Siedlung Alfredshof
Keplerstraße / Simsonstraße / Hartmannplatz
45147 Essen-Holsterhausen

ÖPNV

Von Essen Hbf mit U-Stadtbahn U17 bis "Gemarkenplatz" oder mit U-Stadtbahn U18 bis "Savignystr./ETEC", dann 10 Minuten Fußweg; von Essen Westbf. oder Essen Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 106 bis "Rubensstr.", dann 5 Minuten Fußweg 

Tipp

Die an der Straße Am Alfredspark zwischen 1955 und 1960 ebenfalls von der Firma Krupp errichteten Häuser lassen den Kontrast zwischen der aufgelockerten, von großen Hofanlagen geprägten Bauweise des Alfredshofes und dem eher einförmigen, monotonen Baustil der Nachkriegssiedlung deutlich werden.