Siedlung Pottgießerhof

Uhlenhautstraße im Pottgießerhof, um 1940. Quelle: Historisches Archiv Krupp
Uhlenhautstraße im Pottgießerhof, um 1940. Quelle: Historisches Archiv Krupp

Eine späte, weniger bekannte Krupp-Siedlung aus den 1930er Jahren ist der Pottgießerhof. Der zuerst ab 1935 erbaute Teil südlich der Niebuhrstraße, die die Hauptachse der Siedlung bildet, besteht vorwiegend aus dreigeschossigen, in geschlossener Bauweise errichteten Häusern. Auf die unterschiedliche Topografie des Geländes wurde bei der Bebauung wenig Rücksicht genommen. Die Siedlung ist durchgehend streng rechtwinkelig aufgeteilt, obwohl das Gelände nördlich der Niebuhrstraße im Gegensatz zum südlichen Bereich stark abfällt. Die Häuser nördlich der Niebuhrstraße wurden ebenfalls dreigeschossig gebaut, nur die Bauweise ist hier offen und nicht geschlossen.

Die Siedlung lässt kein einheitliches Gestaltungsbild erkennen, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass es sich nicht um den Gesamtentwurf eines einzelnen Architekten handelt, wie es bei den frühen Krupp-Siedlungen in der Regel der Fall war. Am Bau des Pottgießerhofes hingegen waren verschiedene Privatarchitekten beteiligt, die offensichtlich ihre einzelnen Konzepte nicht aufeinander abstimmten.

Die Architektur ist von Sachlichkeit geprägt, verspielte Details wie Erker, Türmchen, Fachwerk und andere Verzierungen, die etliche Krupp-Siedlungen vor dem Ersten Weltkrieg prägten, fehlen. Nach dem Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten und kürzlich renovierten Pottgießerhofes präsentiert sich die Siedlung trotz ihrer architektonischen Schlichtheit heute als ansprechendes Ensemble in grüner Wohnlage.

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Kontakt & Infos

Siedlung Pottgießerhof
Niebuhrstraße/ Pottgießerstraße
45144 Essen-Frohnhausen

ÖPNV

Von Essen Hbf mit U-Stadtbahn U18 bis "Breslauer Str.", dann mit Bus 160 bis "Genossenschaftsplatz"