Wasserwerk Wolfsbachtal

Wasserwerk Wolfsbachtal, um 1910. Quelle: Historisches Archiv Krupp
Wasserwerk Wolfsbachtal, um 1910 Quelle: Historisches Archiv Krupp

Eine von der Stadt unabhängige Wasserversorgung besaß für das Unternehmen Krupp stets eine große Bedeutung. Alfred Krupp maß der Wasserversorgung, insbesondere nach einem Großbrand auf dem Fabrikgelände im Jahre 1865, große Bedeutung zu, da die Feuergefahr in den Schmelz- und Schmiedebetrieben beträchtlich war. Auch die Hügel-Besitzung benötigte reichlich Wasser.

Ein erstes Wasserwerk ließ Alfred Krupp 1875 an der Ruhr in der Höhe der Regattatribünen am heutigen Baldeneysee bauen. Ende des 19. Jahrhunderts verschlechterte sich jedoch die Wasserqualität auf dem Hügel zunehmend, 1897 musste sogar das gesamte Trinkwasser abgekocht werden. Daher sah man sich 1901 gezwungen, ein neues Wasserwerk zu bauen, das man im vier Kilometer entfernten Schuir im Wolfsbachtal ansiedelte.

Das Trinkwasserwerk Wolfsbachtal speiste sein Wasser aus 20 Rohrbrunnen, die über eine sehr gute Wasserqualität verfügten. Danach wurde das Wasser über eine Druckleitung in sechs Kilometer entfernt und 120 Meter höher liegende Hochbehälter in Bredeney gepumpt. Von hier aus wurden die Hügelgebäude und die gesamte Fabrik sowie die Wohnsiedlungen mit Wasser versorgt. Die Maschinen des Wasserwerks Wolfsbachtal erhielten zur Kondensation des Dampfes bis zu 3.600 Tageskubikmeter Wasser unmittelbar aus der Ruhr, das nach Gebrauch wieder in den Fluss zurückfloss. Das alte Wasserwerk Hügel lieferte auch weiterhin das Brauchwasser für die Fabrik und wurde ab 1914 zudem für die Beheizung der Hügelgebäude mittels Dampffernleitungen verwendet.

Das alte Wasserwerk Hügel wurde 1945 stillgelegt, die zuletzt noch vorhandenen vier Balancier- Dampfpumpen schließlich 1952 abgebaut. Das Wasserwerk Wolfsbachtal war hingegen bis 1990 noch in Betrieb, seit 1992 steht es unter Denkmalschutz. Das Gebäude ist heute öffentlich nicht zugänglich, da es privat genutzt wird.

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Kontakt & Infos

Wasserwerk Wolfsbachtal
Ruhrtalstraße 151
45239 Essen-Werden

ÖPNV

Von S-Bahnhof „Essen-Werden“ mit Bus 190 bis „Schuirweg“, dann ca. 10 Min. Fußweg