Ehemaliger Volkspark

Das Marathontor am Stadion Rote Erde. Foto RVR /Reinhold Budde
Das Marathontor am Stadion Rote Erde. Foto RVR /Reinhold Budde

Die Stadt Dortmund wollte in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg nicht nur das sportliche Freizeitangebot für die rasant gewachsene Bevölkerung verbessern und entschloss sich wie viele Großstädte zum Bau einer großen öffentlichen Grünanlage in der Art eines Volksgartens. Sie sollte breiten Bevölkerungsschichten mit ihren unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen einen stadtnahen Erholungsraum bieten. Nach Plänen des Stadtbaurats Hans Strobel (1881 – 1953), der seit 1914 in Diensten der Stadt Dortmund stand, wurde in den 1920er Jahren unter dem Namen „Volkspark“ nicht nur die Westfalenhalle als große Veranstaltungshalle errichtet. Es entstanden in unmittelbarer Nachbarschaft auch die „Kampfbahn Rote Erde“, das Freibad Volkspark sowie Übungs- und Tennisplätze. Darüber hinaus umfasste die Anlage die Rosenterrassen, die Volkswiesen, das Licht- und Luftbad, die Kleingartenanlage „Ardeyblick“ und sogar das Theodor Fliedner Altenheim.


Auch wenn vom ursprünglichen Volkspark nicht mehr allzu viel erhalten ist, können die Grundzüge der Anlage noch gut nachvollzogen werden. So ist die heutige Westfalenhalle zwar ein Neubau von 1952, sie befindet sich aber exakt am Standort der ersten Westfalenhalle. Erhalten blieben u.a. die Rosenterrassen, das heutige Stadion Rote Erde, Spielstätte der Ersten Mannschaft des BVB von 1937 bis 1974, das Freibad Volkspark, die Kleingartenanlage und das Theodor Fliedner-Heim. Während einige der o.g. Bauten des Volksparks andere Architekten entwarfen, plante Strobel das Stadion Rote Erde und das Volksbad selbst. Stilistisch bevorzugte er dabei regionale Baumaterialien wie den Ruhrsandstein und traditionelle Handwerksfertigkeiten. Er war damit dem Heimatstil verpflichtet, einer konservativen Architekturrichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Weite Teile des ehemaligen Volksparks mussten in den letzten Jahrzehnten dem Ausbau des Westfalenhallen-Komplexes sowie dem 1974 zur Fußballweltmeisterschaft erbauten und mittlerweile mehrfach aus- und umgebauten Westfalenstadion (seit 2005 „Signal Iduna Park“) weichen.

zurück 27/53 vor

Kontakt & Infos

Ehemaliger Volkspark
Strobelallee / Wittekindstraße / Im Rabenloh / Turnweg / Schwimmweg
44139 Dortmund
Stadion Rote Erde
Strobelallee 46
Freibad Volkspark
Schwimmweg 2
Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Anfang September
Telefon: +49 (0) 231 / 5028-743
Kleingartenverein Ardeyblick e.V.
Im Rabenloh 15

ÖPNV

Von Dortmund Hbf mit Regionalbahn RB52, RB53 oder RB59 bis „DO Signal-Iduna-Park“; von Dortmund Zentrum („Stadtgarten“) mit U42 bis „Theodor-Fliedner-Heim“ oder mit U46 bis „Westfalenhallen“

Tipp

BORUSSEUM.
Das Borussia Dortmund-Museum.
Strobelallee 50
www.borusseum.de

Auf fast 1.000 Quadratmetern führt das 2008 eröffnete BORUSSEUM den Besucher an Orte, Plätze und Ereignisse, die den BVB geprägt haben. Sechs Ausstellungsinseln zeichnen den Weg des Traditionsvereins nach, von der Gründung über die erste Meisterschaft bis zu den aktuellen Erfolgen.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, am Wochenende, an Heimspieltagen und in den Ferien 9.30-18 Uhr
Telefon: +49 (0)231 / 90201368